Lilli Koisser

Video: Zweifelst du an deinen Preisen? Daran kann es liegen!

Kennst du das Gefühl, zu befürchten (oder vielleicht sogar die Rückmeldung zu bekommen), dass du zu teuer bist? In diesem Video samt Transkription erfährst du, woran es liegen könnte – und welche „unlogische“ Lösung ich dir empfehle, wenn du an deinen Preisen zweifelst!

Zweifelst du an deinen Preisen?

Klicke jetzt auf Play, um dir das Video direkt im Blog anzusehen:

TRANSKRIPTION des Videos:

„Ob ich wohl zu teuer bin?“

Hast du dir diese Frage schon mal gestellt?

Vielleicht hast du das Gefühl, dass du eh schon total billig bist … und wenn du z. B. in Facebook-Gruppen mitliest, was andere Kolleg*innen so verlangen, dann denkst du:

„Das kann doch gar nicht sein. Wie gewinnen die ihre Kund*innen? In welchen Gruppen oder Jobbörsen akquirieren sie? Von wem bekommen sie Empfehlungen? Wie kann das sein?“

Vielleicht denkst du auch: „Okay, ich bin eh schon so billig“, aber deine Kund*innen wollen dich trotzdem noch herunterhandeln oder am Preis herumdiskutieren. Oder sie wollen kontrollieren, wie lange du für deine Arbeit brauchst.

Vielleicht sind sie nicht zufrieden mit deiner Arbeit – sie haben immer etwas zu kritisieren und auszusetzen, obwohl du dir eh schon den Allerwertesten aufreißt und bald auf dem Zahnfleisch kriechst.

Deine Gesundheit oder dein Sozialleben leiden schon unter deiner Selbständigkeit und müssen zurückstecken. Und trotzdem kannst du nicht wirklich davon leben!

Lohnt sich deine Selbstständigkeit?

Oder du fragst dich: „Lohnt sich das alles überhaupt? Soll ich vielleicht zurück in die Festanstellung gehen? Ist es überhaupt möglich, selbstständig zu sein als Scanner-Persönlichkeit, also als vielinteressierte Person, oder als hochsensible oder introvertierte Person? Kann ich überhaupt erfolgreich selbstständig sein?“

Gut möglich, dass du auch Probleme mit der Zahlungsmoral deiner Kund*innen hast. Sie sind unverschämt und fordern immer mehr, sind undankbar oder lassen sich lange Zeit mit dem Bezahlen der Rechnung – oder bezahlen gar nicht. Vielleicht ist das jetzt gerade deine Situation. Deshalb fragst du dich, ob du zu teuer bist.

Was du gerne stattdessen hättest, sind wertschätzende, verlässliche und angenehme Kund*innen, die dich als Expert*in sehen und auch so behandeln. Die deine Preise ohne Diskussionen bezahlen und die auch mal Danke sagen oder dich für deine Arbeit loben und anerkennen.

Das zu wünschen, ist ganz normal. Wir wollen alle von unserem Umfeld bestätigt und anerkannt werden. Das ist ein menschliches Bedürfnis.

Vielleicht möchtest du auch Erfüllung in deiner Arbeit, in deiner Selbstständigkeit finden – auch finanziell. Du willst davon leben können, dich erfolgreich fühlen, finanziell unabhängig sein, vielleicht deinen Brotjob aufgeben oder nicht von deinem Partner oder deiner Partnerin abhängig sein.

Du möchtest wirklich davon leben können und das – im besten Fall – gut.

Hier sind ein paar Gründe, warum du dich gerade so fühlst:

1. Du gibst zu viel kostenlos raus …

… oder zu billig.

Du schreibst stundenlang Angebote, die eigentlich schon ein Konzept sind. Oder du hast das Gefühl, dass du ganz viel geben musst, damit du deine*n Kund*in von dir überzeugen kannst, z. B. durch kostenlose Probearbeiten oder Kostproben, die über das Maß hinausgehen, mit dem du dich wohlfühlst.

2. Du bist (noch) kein*e Expert*in.

Du glaubst vielleicht, „Ich bin so kreativ, ich will mich nicht festlegen. Auch nicht nach außen hin“. Dann hast du keine Spezialisierung, also keinen Expertenstatus. Was du hinter den Kulissen machst, ist ja aber deine Sache!

Vielleicht denkst du dir auch: „Naja, es gibt ja schon andere, die das machen. Wenn jemand anderes das schon mal gemacht oder gesagt hat, dann darf ich es doch nicht mehr machen“. 😛

Vielleicht hast du deine Kund*innen über eine Instagram Direct Message oder den Facebook-Messenger gewonnen, also vielleicht läuft die Kundenkommunikation im Projekt jetzt noch immer über diese Kanäle ab und das gibt der Zusammenarbeit einen unseriösen Beigeschmack oder wirkt, als wärst du rund um die Uhr erreichbar.

3. Euer Rollenverständnis ist zu unklar.

Es kann sein, dass du noch keine Beziehung zu deiner Kundin aufgebaut hast. Sie sieht dich nicht als Expert*in oder als ebenbürtige*n Geschäftspartner*in.

Also vielleicht gibt es Schwierigkeiten beim Rollenverständnis. Und die Sympathie und Vertrauensbasis fehlt; diese menschliche Komponente einer Zusammenarbeit.

Und schon hast du das Gefühl, du bist zu teuer, bekommst noch solche Rückmeldungen von deinen Kund*innen und dann steckst du in diesem Strudel drin.

4. Du trittst nicht selbstbewusst auf.

Dazu führen kann auch, dass du wenig Selbstbewusstsein aufgebaut hast, was dein Angebot, dein Können und dein Wissen betrifft. Eigentlich denkst du: „Ich weiß und kann schon viel!“ und vielleicht investierst du auch in Weiterbildung, Ausbildung, Bücher, Zertifikate und Coachings.

Du eignest dir also viel Wissen an, aber es zahlt sich irgendwie nicht aus. Es lohnt sich nicht.

Und vielleicht hast du auch das Gefühl, du kannst es nicht so wirklich umsetzen, denn wenn du wenig Selbstbewusstsein für dein Angebot hast, fällt es dir natürlich schwer, damit rauszugehen und es auch tatsächlich zu bewerben und anzubieten.

Kund*innen riechen aber Verzweiflung, also dieses: „Okay, ich brauche jetzt einen nächsten Kunden und ich brauche Geld! Ich verkaufe mich zwar unter Wert, aber ich mache es jetzt trotzdem“.

Diese Energie fließt auch in die Zusammenarbeit mit ein und die Kund*innen reagieren darauf.

So kannst du das Problem lösen:

Vielleicht denkst du, dass du strengere Zahlungsmodalitäten einführen musst. 100 % Anzahlung vorher oder du willst ganz streng mit deinen Kund*innen sein, damit sie ja bezahlen.

Oder du überlegst, ob du deine Preise noch weiter senken sollst, weil du ja anscheinend zu teuer bist und die Kund*innen nicht zufrieden mit deiner Arbeit sind. Du fragst dich, ob deine Leistung das Geld überhaupt wert ist.

Möglicherweise versuchst du auch, deine Mitbewerber*innen zu überreden, dass ihr alle gleichzeitig eure Preise anhebt oder es irgendeine Art Mindestpreis geben sollte in eurem Markt. Sprich, du versuchst, so den ganzen Markt – das Marktniveau – zu erhöhen.

Mach dein Angebot besser und erhöhe deine Preise!

Was du aber stattdessen tun solltest ist meiner Meinung nach, dass du deine Preise erhöhst und damit gleichzeitig natürlich auch den Wert deines Angebots / deiner Leistung. Frage dich:

„Wie könnte ich mein Angebot so wertvoll machen für meine Kund*innen, dass es diesen höheren Preis wert ist?“

Schau also nicht, was die anderen machen und versuche auch nicht, sie irgendwie zu beeinflussen. In jedem Markt gibt es Billig- und Hochpreisanbieter*innen – und ganz viel dazwischen. Das ist normal!

Du wirst es nicht beeinflussen können, aber du kannst für dich selbst entscheiden: „Ich bin nicht im Billigsegment und ich gehe als Vorbild voran, indem ich einen angemessenen Preis für meine Leistung berechne“.

Höherer Wert deines Angebots = angenehmere Kund*innen.

Was dann passiert? Geld ist eine Form von Wertschätzung, nicht mehr und nicht weniger. Das heißt, Kund*innen, die höhere Preise bezahlen, drücken damit auch ihre Wertschätzung für dich und deine Arbeit aus.

Sie signalisieren dir dadurch: „Es ist es mir wert, in deine Arbeit zu investieren. Ich vertraue dir. Ich sehe dich als Expert*in – und ich erwarte natürlich auch das entsprechende Ergebnis“. Das heißt, du solltest diesen Expertenstatus auch nach außen tragen.

Jetzt gerade verkaufst du wahrscheinlich eher eine Tätigkeit, also: „Ich texte drei Stunden für dich à Stundensatz X“. Aber vielleicht könntest du stattdessen eine Lösung verkaufen, also: „Du gibst mir X Euro und dafür bekommst du dieses und jenes Ergebnis, diese Lösung“.

Respekt und Wertschätzung beginnen bei dir selbst.

Wenn du von deinen Kund*innen respektiert werden möchtest, dann beginnt das damit, dass du dich selbst respektierst. In Form von z. B.

  • Standards,
  • Grenzen,
  • Nein sagen zu können,
  • deiner ganzen Haltung, mit der du in die Kundenbeziehung gehst, oder
  • ob du deine eigenen Grenzen respektierst oder sie immer wieder überschreitest – denn dann werden es auch deine Kund*innen tun.

Das ist alles das Gesetz der Anziehung. Auch, ob du dich selbst respektierst, indem du einen Stundensatz verlangst oder einen Preis, von dem du gut leben kannst.

Ich weiß, das Thema Geld wirft immer viele Emotionen auf. Also schreibe mir gerne in die Kommentare, wie es dir jetzt damit geht und was deine Erfahrungen damit sind. Ich bin gespannt, was du dazu sagst!

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2 Antworten

  1. Liebe Lilli,

    freue mich sehr Dich gefunden zu haben. Gerne würde ich Dir erzählen, wie es bei mir so war/ist.
    Also, seit knapp 13 Jahren bin ich selbstständig als Gestalter für visuelles Marketing. Bedeutet ich mache hauptsächlich Konzepte für Schaufensterdekoration, sowohl Verkaufsfördernde Warenpräsentation in unterschiedlichen Modeläden, aber auch Coaching der Mitarbeiter, Umbauten, Ladenkonzepte etc.
    Ich habe damals mit sage und schreibe 15,00 Euro angefangen, das haben die Agenturen mit denen ich zusammen gearbeitet habe im Durchschnitt bezahlt, irgendwann ging das dann zwischen 19,00-25,00 EUR weiter, aber mehr war da nicht zu holen. Nach ein paar Jahren war 28,00 EUR das Höchste was ich bekommen habe, eigene Kunden, also ohne Agenturauftrag habe ich zunächst mit 39,00 EUR berechnet und zum Schluß bin ich bei 45,00 EUR gelandet.
    Mit diesem Stundensatz habe ich die letzten 2 Jahre gearbeitet, seit einem Jahr nun , habe ich umstrukturiert, Kunden die nicht bereit sind mehr zu bezahlen abgegeben und neue Sätze gemacht.
    Mein aktueller Stundensatz ist 60,00 EUR. Mhhhhmmm. Wahrscheinlich immer noch zu wenig, Oder? Zu Teuer?
    Aufgrund von der aktuellen Corona Krise, habe ich gerade keine Aufträge, da die meisten Läden geschlossen sind.

    Ich denke, das die meisten, die das hier nun lesen sich fragen, wie ich all die Jahre überleben konnte. Tja, sagen wir es mal so, ich habe einen Freund (auch selbstständig im Web Bereich), also wir sind zu zweit, haben eine günstige Wohnung und leben relativ minimalistisch, zum Glück keine Schulden und auch keine großen Ansprüchen, wie dickes Auto oder großes Haus. Aber jetzt werde ich 42 Jahre und ich habe immer noch das Gefühl nicht erstgenommen zu werden, von meinen Kunden und wenn ich mal erhöhe, werde ich mit großen Augen angeschaut, als ob ich nicht alle Tassen im Schrank hätte.
    Ich bin mir heute bewußt, das ich damals viel zu niedrig eingestiegen bin, das war der Fehler, und jetzt ist ist schwer einen angemessenen Stundensatz zu verlangen. Ich würde mich als recht selbstbewußt beschreiben und ich bin auch gut in dem was ich tue, das bekomme ich ständig gesagt, von meinen Kunden, nur bezahlen wollen sie dafür nicht. Was stimmt da nicht?
    Kannst Du mir es sagen? Ich gebe nicht auf, mache weiter so gut ich kann, das ist sicher!

    Liebe Grüsse
    Mella

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