Lilli Koisser

So berechnest du deinen Stundensatz als Freelancer*in

Der Stundensatz ist eines der meistdiskutierten Themen unter Freelancer*innen. Wie viel soll ich verlangen? Ist mein Stundensatz zu niedrig? Zu hoch? Wie viel verlangen die anderen? Kann ich von meinem Stundensatz leben? Wir sorgen uns ständig um das liebe Geld. Klar: Unser Stundensatz bestimmt, wie viel wir zu welchen Bedingungen arbeiten müssen.

Wie du kaufbereite und wertschätzende Kund*innen anziehst, lernst du in meinem kostenlosen eBook „Die Blume der Kundengewinnung“ in 3 Schritten!

Stundensatz Texter

Gleichzeitig reden aber wenige wirklich offen und unvoreingenommen über ihren Stundensatz. In persönlichen Gesprächen, Online-Foren und Facebook-Gruppen wird um den heißen Brei geredet, anstatt einfach mit einer Zahl rauszurücken. 😛

Dein Preis ist aber nichts, was du deinem Kunden verschämt hinter vorgehaltener Hand ins Ohr flüstern musst. Du musst ihn nicht verstecken. Oder wie würdest du reagieren, wenn deine Friseurin so ein Theater machen würde, wenn du sie nach dem Preis für Strähnchen fragst?

Ich habe nie verstanden, was der Big Deal rund um den Stundensatz ist. Dein Stundensatz ist deine Existenzgrundlage und muss gründlich durchdacht und geplant werden. Also machen wir uns gleich ans Werk!

Stundensatz für Freelancer*innen: Dein Ziel

Anstatt dich zu fragen, wie viel du verdienen KANNST, solltest du dir überlegen, wie viel du verdienen WILLST. Das Setzen von konkreten Zielen mit einer Deadline bringt dich deinem Ziel schneller näher, da dein Unterbewusstsein alle Hebel in Bewegung setzt, um es zu erreichen.

Außerdem gehört es zum richtigen Mindset für Freelancer*innen: Nicht die Kund*innen bestimmen, wie viel sie für deine Leistung bezahlen möchten, sondern DU als Unternehmer*in bestimmst, zu welchen Konditionen deine Leistungen erhältlich sind!

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Als Beispiel: Vielleicht willst du € 5.000,- Umsatz pro Monat machen. Von diesem Betrag rechnest du im nächsten Schritt zurück.

Achtung: Umsatz ist nicht gleich Gewinn! Nur etwa ein Drittel bis die Hälfte deines Umsatzes ist letztendlich das Geld, das du dir selbst als monatliches Gehalt ausbezahlst.

Der Rest geht für Steuern, Versicherung und berufliche Ausgaben drauf. Du würdest in diesem Beispiel also grob 1.500 – 2.500 Euro pro Monat verdienen – je nachdem, wie hoch deine Ausgaben sind und wie viel Geld du für Investitionen, Rücklagen etc. im Unternehmen = auf dem Business-Konto „liegen lässt“.

Wusstest du eigentlich, dass nur 10 % der deutschen Frauen zwischen 30 und 50 Jahren ein eigenes Nettoeinkommen von mindestens 2.000 Euro / Monat haben? 😳 Ist es nicht an der Zeit, dass wir das gemeinsam ändern?

Quelle: Deutsches Familienministerium. Weitere haarsträubende Geld-Statistiken über Frauen und Freelancer*innen findest du in meinem Blogartikel.

71,61 % der Freelancer*innen im deutschsprachigen Raum sind mit ihren Einkünften zufrieden. Nur der Fachbereich Grafik, Content und Medien weist eine deutliche Einkommensunzufriedenheit auf (67,27 %). Quelle: Freelancer-Kompass 2018

So berechnest du einen realistischen Stundensatz

Der Unternehmensberater Lambert Schuster hat geniale 7 Regeln für einen angemessenen Stundensatz für Freelancer*innen veröffentlicht. In Teil 2 des Artikels: Was am Ende übrig bleibt lernen wir außerdem, dass kein Freelancer, der hauptberuflich davon leben möchte, einen Stundensatz unter 65 Euro verrechnen sollte.

50 Euro ist laut Lambert Schuster die Untergrenze, wenn du ungefähr so viel wie der durchschnittliche Deutsche verdienen willst.

Wenn wir von einem Umsatzziel von 5.000 Euro im Monat ausgehen, können wir ganz einfach deinen Stundensatz als Freelancer*in berechnen. Du kannst aber auch jede andere Zahl in die Formel einsetzen! Je nachdem, wie viel Geld DU zum Leben brauchst bzw. gerne hättest.

Niemand kann dir sagen, wie hoch DEIN Stundensatz sein sollte.

Weiter unten findest du außerdem eine Tabelle für dein erstes halbes Jahr als Freelancer*in – wenn du dich partout noch nicht dazu durchringen kannst, 50+ Euro pro Stunde zu nehmen. Aber:

57,14 % der Freelancer*innen nennen als größten Fehler zu Beginn ihrer Selbstständigkeit einen zu geringen Stundensatz - gefolgt von “Projektakquise vernachlässigt” und “Zu wenig Geld zurückgelegt”. Quelle: Freelancer-Kompass 2018

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Meine Formel für deinen Stundensatz als Freiberufler*in

Gewünschter Umsatz pro Monat: 5.000 Euro

Gehen wir mal davon aus, dass du 40 Stunden pro Woche arbeitest. Nur ungefähr 20 Stunden pro Woche kannst du aber realistisch gesehen an Kund*innen verkaufen – den Rest benötigst du für Akquise, Marketing, Korrespondenz, Pausen, Urlaub und Krankheit.

Es ist sehr schwierig, 8 Stunden pro Tag kreativ oder beratend zu arbeiten und dabei noch die Qualität, die einen angemessenen Preis rechtfertigt, abzuliefern! Und Freude soll es ja auch noch machen. 4 Stunden pro Tag ist meiner Meinung nach eine realistische und komfortable Stundenanzahl, die man pro Tag an Kund*innen verkaufen kann.

Verkäufliche Stunden pro Woche: 20

x 4 Wochen =

Verkäufliche Stunden pro Monat: 80 

Du hast also 20 Stunden pro Woche und 80 Stunden pro Monat zur Verfügung, in denen du an Kundenprojekten arbeiten kannst. Das sind eben nur 4 Stunden pro Tag, wenn du von Montag bis Freitag arbeitest!

Wie du schon merkst, solltest du dir also ganz genau überlegen, wie viele deiner kostbaren Stunden du zu welchem Preis an welche Art von Kund*innen verkaufst.

5.000 Euro / 80 Stunden = 62,50 Euro pro Stunde

Stundensatz: 62,50 Euro

x 8 Stunden =

Tagessatz: 500 Euro

Laut dieser Studie im PAGE-Magazin bekommen 64,9 % der Kreativen einen Tagessatz zwischen 400 und 600 Euro. 26,4 % verlangen zwischen 600 und 800 Euro. Nach oben hin sind dir aber keine Grenzen gesetzt! Es gibt keine Stundensatz-Polizei. DU bestimmst deine Preise – im Einklang mit deinem Markt und deinen Kund*innen.

Den Tagessatz verwendest du, wenn du wirklich einen Tag lang ausschließlich für einen Kunden arbeitest – zum Beispiel, wenn du in einer Werbeagentur einen Tag lang vor Ort oder direkt beim Kunden im Einsatz bist.

Stundensatz Texter

Deine Leistung ist aber noch mehr wert!

Dein Mindest-Stundensatz beträgt in diesem Fall also knapp 63 Euro. Was in deinen Stundensatz aber auch noch mit einfließen sollte, sind viel wichtigere Faktoren als nur die Zeit – wie

  • deine Ausbildung,
  • deine Erfahrung,
  • deine Erfolge,
  • deine Spezialisierung und
  • spezielle Fähigkeiten.

Dein Kunde kauft ja nicht deine Arbeitszeit von dir, sondern das Endergebnis, das du aufgrund deiner Arbeitskraft für ihn erschaffen kannst. Außerdem: Es ist ein psychologisches Prinzip, dass wir Menschen den WERT einer Sache mit dem PREIS gleichsetzen. Eine Pfanne um 5 Euro kann doch sicherlich nicht so gut sein wie eine um 50 Euro, oder?

Sprich: Wenn du dich billig anbietest, werden Interessierte natürlich auch glauben, dass du eine Billig-Freelancerin bist. Dass du nicht so gut bist, wenig Erfahrung hast, deine Leistung weniger wert ist und sie dich lieber nicht buchen sollten. Und gut zahlende, professionelle Kund*innen, für die du gerne arbeitest, gewinnst du so nicht!

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Also addieren wir jetzt gerne noch großzügig 10 Euro für jede Kategorie, bei der du ein Häkchen machen kannst:

  • Du hast eine fundierte Ausbildung in Marketing / Werbung / Journalismus oder deiner Nische oder bildest dich ständig weiter, z. B. mit Onlinekursen? Dein Stundensatz beträgt 72,50 Euro.
  • Du hast mindestens 1 bis 2 Jahre Erfahrung? Dein Stundensatz beträgt 72,50 Euro, mit Ausbildung also 82,50 Euro.
  • Du kannst tolle Erfolge für dich oder deine Kund*innen nachweisen – zum Beispiel mehr Anfragen, eine signifikante Steigerung ihrer Website-Zugriffe, mehr Social-Media-Fans, höhere Klick- und Öffnungsraten oder bessere Umsätze – und kannst diese Erfolge für andere Kund*innen wiederholen? Dein Stundensatz beträgt 92,50 Euro.
  • Du hast eine glasklare Spezialisierung und bist Expert*in in deiner Nische oder deiner Tätigkeit? Dein Stundensatz beträgt 102,50 Euro!
  • Du hast zusätzlich noch spezielle Fähigkeiten, wie z. B. herausragende SEO-Kenntnisse, du kennst dich in WordPress aus, kannst tolle Fotos liefern, saubere Bildbearbeitung machen oder professionelle Grafiken erstellen? Dein Stundensatz beträgt 112,50 Euro!

twago listet als die Freelance-Dienstleistungen, die 2016 von Auftraggeber*innen am meisten nachgefragt wurden (inkl. Veränderung zum Vorjahr):

  1. Webdesign ( → )
  2. SEO ( ↑ 2 )
  3. Grafikdesign ( ↓ 1 )
  4. WordPress ( ↑ 2 )
  5. Logodesign ( ↓ 1 )
  6. PHP ( ↓ 1 )
  7. JavaScript ( → )
  8. MySQL ( → )
  9. Übersetzungen ( → )
  10. Corporate Identity ( → )
  11. Web-Services ( → )
  12. Google Analytics ( ↑ 1 )
  13. Bloggen ( ↑ 1 )
  14. Google Adwords ( ↑ 1 )
  15. Linux ( ↑ 1 )

Das ist aber noch immer nicht das Ende der Fahnenstange. Letztendlich kannst du mit deinem Stundensatz so weit hinaufgehen, wie es der Markt zulässt. Es ist DEIN Business und nur du selbst bestimmst, zu welchen Konditionen deine Leistungen erhältlich sind! Je wertvoller die Ergebnisse deiner Arbeit für deine Kund*innen sind, desto mehr werden sie dafür bezahlen müssen, wollen und auch können.

I serve, I deserve – je mehr Wert du schaffst, desto mehr ist deine Leistung wert.

Freelancer-Stundensatz für Einsteiger*innen

Vielleicht denkst du jetzt: „Oh Gott, das kann ich doch nicht verlangen! Wer bezahlt mir das denn?“ Das kann ich total gut verstehen – ich habe 2013 auch mit einem Stundensatz von 30 Euro (!) begonnen, weil ich dachte, dass das viel ist. 😅

Als Anfänger*in hat man oft noch nicht das Selbstvertrauen und Mindset, um seine Leistungen angemessen zu verrechnen und unternehmerisch zu denken. Woher denn auch? In der Schule werden wir zu guten Angestellten, aber nicht zu guten Unternehmer*innen ausgebildet. Ein Kunde hat mir damals sogar gesagt, dass mein Stundensatz viel zu niedrig ist und ich mehr verlangen soll! 😆

Du musst dich aber auch in deine Kund*innen hineinversetzen. Würdest du selbst einen Mechaniker an dein Auto lassen, der nur 10 Euro pro Stunde verlangt? Du würdest dich doch bestimmt fragen: „Was stimmt mit ihm nicht? Warum verlangt er nur so wenig? Da kann ja nichts Gutes dabei rauskommen! Ich gehe lieber auf Nummer sicher und beauftrage jemanden, der wirklich etwas von seinem Job versteht.“

Wertschätzende Kund*innen suchen nicht nach dem niedrigsten Preis, sondern nach dem höchsten Wert und der besten Qualität!

In dem Beispiel aus dem Link oben wird von einem durchschnittlichen deutschen Bruttogehalt von 3.900 Euro ausgegangen – für eine*n Anfänger*in ist das natürlich utopisch. Das tatsächliche Gehalt eines Junior-Texters bewegt sich eher bei der Hälfte, womit wir mit den 30 Euro wieder gut hinkämen. Aber berechnen wir doch mal, wie gut du von einem Stundensatz von 30 Euro leben kannst:

30 Euro x 80 Stunden = 2.400 Euro Umsatz pro Monat

Du hast – nach Abzug von Steuern, Versicherung, beruflichen und privaten Ausgaben – höchstwahrscheinlich keine Rücklagen für magere Zeiten, Reparaturen, private Versicherungen, Investitionen, Krankheiten, Urlaub oder Ausfälle. Jeden Monat musst du vor der nächsten Rechnung, die ins Haus flattert, zittern.

Du kannst dein Leben nicht flexibel gestalten, nur wenig ausgehen, reisen oder deine Freizeit genießen – und sind das nicht die Gründe, warum du dich selbständig gemacht hast? Die Frage ist: Willst du wirklich wie ein*e Student*in leben, oder willst du ein*e erfolgreiche*r Unternehmer*in sein?

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Im Fachgebiet Content, Medien und Grafik geben Freelancer*innen einen durchschnittlichen Stundensatz von 62,35 € an. Quelle: Freelancer-Kompass 2018

Die Tabelle für den Stundensatz als Anfänger*in

Wie wäre es, wenn wir den Stundensatz für Einsteiger*innen anhand ihrer Erfahrung berechnen? Aber nur, wenn du dich wirklich nicht traust, von Anfang an 50 – 60 Euro pro Stunde zu verrechnen – so wie ich damals! 😉

Mein Stundensatz-Vorschlag für Anfänger*innen

0 – 2 Monate: 40 Euro pro Stunde

3 – 4 Monate: 50 Euro pro Stunde

5 – 6 Monate: 60 Euro pro Stunde

So bist du innerhalb eines halben Jahres auf dem „durchschnittlichen“ Niveau einer Freelancerin. Und das erste halbe Jahr wird wie im Flug vergehen, versprochen! Vor allem, wenn du den Gründungszuschuss des Arbeitsamtes bekommst.

Verlange einfach bei jeder neuen Kundin einen höheren Stundensatz, und trenne dich mit der Zeit von deinen Anfangskund*innen, die nicht mit deinen neuen Preisen mitziehen wollen.

Eine Alternative wäre übrigens, dir 3 – 5 Testkund*innen zu suchen, für die du kostenlos im Gegenzug gegen Feedback und Kundenstimmen für dein Marketing arbeitest. Das pusht dein Selbstbewusstsein, verbessert dein Angebot und schärft dein Bewusstsein für die wirklichen Probleme und Bedürfnisse deiner Kund*innen!

Video: Die 3 häufigsten Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation

Warum deine Kund*innen deinen Stundensatz nicht kennen müssen und was viele bei der Berechnung falsch machen, kannst du dir gerne in meinem allerersten YouTube-Video ansehen:

Wie hast du deinen Stundensatz berechnet – und hast du ihn schon mal erhöht? Hinterlasse gerne unten einen Kommentar! Und wenn du erfahren möchtest, wie du wertschätzende Kund*innen gewinnst, die dich gut und gerne bezahlen, dann melde dich zu meinem kostenlosen Webinar „Die 3 häufigsten Fehler bei der Kundengewinnung“ an!

Hinterlasse deinen Kommentar:

88 Antworten

  1. @JoeEgal Das stimmt nicht: Freelancer können nicht jede Stunde notwendiger Arbeit den Kunden direkt in Rechnung stellen (z.B. Kundenakquise, Marketing, Verwaltung). Im Urlaub und im Krankheitsfall kommt auch kein Geld rein.
    Außerdem zahlen Sie ihre Kranken-, Renten- und Sozialversicherung vollständig selbst und müssen außerdem ihre Werkzeuge (Computer, Software, Telefon) selbst kaufen, warten und reparieren.

    Das trifft alles auf die von Ihnen beschriebene Ärztin nicht zu.

  2. Das ist Umgerechnet das Gleiche wenn ein Vollzeitangestellter mit 40h pro Woche 10.000€ pro Monat Gehalt verlangen würde. Das ist mehr als ein Lebensrettender Vollzeit-Arzt verdient nach 6 Jahren Studium und 3 Jahren Turnusausbildung und nach 5 Jahren weiterer Berufserfahrung.

    Wir wollen ja nicht davon ausgehen dass Sie 10köpfige Agenturen mit Freelancern verwechseln.

  3. Das nenn ich Mal einen knackigen Artikel! Hut ab, genauso muss man an die Stundenlohn Forderung heran gehen. Ohne Angst und mit Selbstvertrauen in die eigenen Stärken. Vielen Dank für die Erinnerung!

  4. Ich finde das ist ein spannendes Thema mit vielen Gesichtspunkten. Auch wir Bloggen haben viele Kunden und da fragt man sich was man verlangen kann.

    Da ist der Stundensatz ebenfalls wichtig und sollte einbezogen werden. Wobei da sicher noch andere Faktoren reinspielen, die ich im neuesten meiner Blogartikel vorgestellt habe.

    Dennoch ist es schwierig. Gefühlt wollen Kunden wie beim Einkaufen das tollste Produkt zum günstigsten Preis. Das ist bei Blogartikeln etc. nicht anders.

    Hohe Preise sind angemessen wenn hohe Qualität geliefert wird. Aber ein zu krasser Anfangspreis schreckt viele Kunden einfach ab.

    LG
    Ronny

  5. Besten Dank für diesen Artikel! Hat mir sehr geholfen, da ich bis heute Probleme habe, meinen „echten Wert“ in Rechnung zu stellen. Ist eine eher persönliche Sache bei mir.

    Lg aus Berlin,
    Daniela

  6. Liebe Lilli,
    vielen Dank für die vielen Infos bezüglich der Preisgestaltung! Du machst Mut!

    Ich biete meine Texterdienste noch neben meinem Hauptjob im Online Marketing an und würde mir gerne demnächst eine Website als Texterin mit Referenzen aufbauen. Weißt du, ob ich darauf diejenigen Unternehmen namentlich (evtl. mit Logo) erwähnen kann, für die ich innerhalb eines Auftrags und als Angestellte tätig war? Oder muss ich bei jedem Unternehmen einzeln nachfragen? Bei z. B. Xing werden ja innerhalb des Lebenslaufs die Firmen auch einfach so erwähnt, ohne dass man nachfragen muss.
    Weißt du dazu Näheres?
    Danke schon mal!

    Liebe Grüße aus der Toskana derzeit

    Carina

  7. Danke Marco!
    Ich glaube, fast jede*r Neu-Selbstständige bietet sich zu Anfang viel zu günstig an. Umso besser, dass du deine Preise bereits anständig erhöhen konntest. Aber ja, da geht noch mehr. 🙂 Du hast auf jeden Fall die richtige Einstellung – wer nicht bereit ist, für deine qualitativ hochwertige Arbeit mehr zu bezahlen, ist auch nicht dein*e Traumkund*in.
    Viel Erfolg weiterhin für dich und liebe Grüße,
    Chrissi, Content & Community Manager von lillikoisser.at

  8. Hallo,

    super Beitrag, ich kann aus eigener Erfahrung sprechen da sich mich zu Beginn viel zu günstig angeboten habe. Inzwischen verlange ich zwar mindestens 60 Euro netto die Stunde, aber wenn ich im Artikel so lese was da noch möglich ist…. wow. Nächstes Jahr wird nachkalkuliert und wenn ein oder zwei Kunden deswegen abspringen, dann ist das auch Ok.

  9. Hallo Sheyla, ich verstehe deinen Kommentar nicht ganz. Was überrascht dich an den Zahlen konkret bzw. was hat das mit dem akademischen Hintergrund zu tun? Im Artikel gehe ich auf die übliche Preisspanne ein und darauf, wie ein Studium den Preis beeinflussen kann. Ich hoffe, das beantwortet deine Frage! 🙂 LG Lilli

  10. Wow, mit solchen Zahlen hatte ich gar nicht gerechnet. Du beziehst Dich aber nicht auf Freelancer/innen mit akademischem Wissen, oder? ^^

  11. Hallo Ilona,
    sehr gerne! 🙂 Danke für dein Feedback – es freut mich am meisten, wenn ich jemanden inspirieren und motivieren kann! <3 Viel Erfolg bei deiner etwaigen Selbstständigkeit und GLG, Lilli

  12. Hallo Lilli,
    herzlichen Dank für deinen Beitrag zum Stundensatz. Ich denke gerade intensiv über Selbstständigkeit nach, du hast mich inspiriert und Mut gemacht. Bis dato war ich immer auf der Kundenseite bei Honorarverhandlungen, bin schon gespannt, wie es mir auf der anderen Seite gehen wird – wenn ich denn den Sprung wage. 🙂 Danke nochmals und alles Gute! Ilona

  13. Hallo Sandra, danke für deinen Kommentar! Ich bin aus der Agenturszene schon lange draußen, deswegen kann ich dir dazu leider keine aktuelle Einschätzung geben. Die Preise beziehen sich auf die Arbeit mit Direktkund*innen. Ich denke aber, dass man als Creative Director bestimmt einen ähnlichen Tagessatz in Wiener Agenturen aufrufen kann. Viel Erfolg für deine Selbstständigkeit! 🙂 GLG Lilli

  14. Hi Lilli, danke für einen Text. Sind das denn übliche Branchenstandards für Freelancer in Agenturen in Wien? Ich bin derzeit CD in Deutschland, wo man Tagessätze von 700-800 (oder auch mehr) verlangt. Ich überlege, mich selbstständig zu machen und dann auch etwas in Wien zu arbeiten (komm von hier), allerdings ist das natürlich nur sinnvoll, wenn man hier gleichwertig verdienen kann. Wäre dir dankbar für deine Einschätzung! Lg, Sandra

  15. Wow, wahnsinnig hilfreicher Artikel. Ich mache gerade eine Preisliste und jetzt habe ich endlich einen Anhaltspunkt. Danke 🙂
    Liebe Grüße
    Dorie

  16. Hallo Eric, vielen Dank für deinen Kommentar und dein tolles Feedback zu meinen Inhalten! 🙂 Ich freue mich, dass mein Blog dir weitergeholfen hat. Viel Erfolg und LG, Lilli

  17. Guten Tag Lilli,
    auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist, möchte auch ich gern noch etwas dazu schreiben. Ich finde du hast hier einen sehr schönen und wirklich informativen Blog zusammengestellt. Auch ich habe mich erst Anfang des Jahres selbstständig gemacht. Du hast hier viele wertvolle Tipps besonders für die Texterbranche zusammengestellt. Gerade ein angemessenes Honorar für seine Arbeit zu verlangen ist existenziell wichtig. Auch ich stand vor der Herausforderung, was ich denn nun für meine Leistungen verlangen sollte. Durch diesen Beitrag konnte ich mir diese Frage für mich genauer beantworten. Vielen Dank dafür und weiter so.

    Viele Grüße

    Eric Starke

  18. Vielen Dank für diesen Text!

    Ich habe meinen ersten Auftrag und stand nun etwas unsicher davor und fragte mich tatsächlich 😉 Was kann ich verlangen?

    Wirklich gut finde ich, dass sehr darauf eingegangen wurde, wie man Psychologisch vorgehen sollte. GENAU mein Problem. Leistung, gute Leistung, für zu wenig Geld zu verkaufen.

  19. Lieber Herr Reiber,
    vielen Dank für Ihren wertschätzenden Kommentar. Es freut mich, dass Sie bei mir Motivation und frischen Wind für Ihre Preisgestaltung finden konnten!
    Weiterhin alles Gute und LG,
    Lilli Koisser

  20. Liebe Frau Koisser, Ihr flotter und präziser Beitrag hat mir richtig gut gefallen. Obwohl ich schon länger im Geschäft bin, ziehe ich aus Ihrem Text einen redlichen Gewinn: die Motivation zur Auffrischung meiner eigenen Preispolitik. Danke!

  21. Liebe Britta,
    sehr gerne! Im Coaching geht man ja davon aus, dass nur die richtigen Fragen schon ausreichen, weil der Coachee die Antworten sowieso schon in sich trägt. 😉
    Mit einem Sozialpädagogik-Studium könntest du dich z. B. am Anfang deiner Texter-Karriere an Marken für Eltern richten. Mehr Tipps gibt es in meiner kostenlosen Akquise-Challenge: http://www.lettersblog.de/traumkunden-challenge
    Ich freue mich, wenn ich dir geholfen habe, und wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg!
    GLG Lilli

  22. Hallo Lilli,
    vielen lieben Dank für deine Antwort!
    Manchmal braucht es nur die richtigen Fragen… Deine haben mir auf jeden Fall sehr geholfen, um in weitere Richtungen zu denken.
    Ich habe Sozialpädagogik studiert,aber möchte mit kleinem Kind (erst einmal?) nicht in dem Bereich arbeiten. Da ich nun nach der Elternzeit sowieso neu starten müsste, bin ich in mich gegangen und habe mich gefragt, was ich wirklich möchte. Und das ist das Schreiben!
    Danke für deine Hilfe! Dein Blog ist wirklich sehr hilfreich und gehört in der Orientierungsphase zu meiner festen Lektüre :-).
    Liebe Grüße
    Britta

  23. Hallo Britta,

    dankeschön. Ich gratuliere dir zu deinen Ambitionen und wünsche dir viel Erfolg dafür! 🙂

    Ich persönlich habe keine Tipps für Fernlehrgänge, aber in unserer Facebook-Gruppe wurden schon einige Erfahrungen dazu ausgetauscht, z. B. zum Texter-College in München oder zur ILS. Ich war an der Werbe Akademie in Wien und habe mir danach alles über Content Marketing selbst angelesen, größtenteils indem ich online Blogs verfolgt und eBooks gekauft habe.

    Bei Büchern und Seminaren solltest du dir erst überlegen, was dich interessiert: Online Marketing? Social Media? SEO? E-Mail-Marketing? Werbebriefe, Plakate, Anzeigen, TV- und Radiospots? Eine bestimmte Branche oder Zielgruppe? Sprich: Was willst du anbieten, und für wen? Was sind deine Stärken und Interessen? Von dieser Positionierung ausgehend würde ich mir dann eine passende Weiterbildung suchen.

    Hast du vielleicht schon eine Idee, wohin es gehen soll? Was hast du denn studiert?

    GLG Lilli

  24. Hallo Lilli,
    ich überlege, mich nach meiner Elternzeit als Texterin selbstständig zu machen. Allerdings bin ich Quereinsteigerin ohne Erfahrung. Ich habe zwar ein Hochschulstudium abgeschlossen, aber nicht in dem Bereich.
    Nun habe ich deinen Blog gefunden und verfolge ihn begeistert. Ich konnte schon sehr viele interessante Informationen für mich daraus ziehen! Vielen Dank dafür!
    Hast du Ideen, wie ich mich weiterqualifizieren könnte? Bin sehr interessiert an Tipps für Bücher, Seminare und Fernlehrgänge. Das wäre super.
    Liebe Grüße Britta

  25. Liebe Beate,

    danke für deine mutige Frage! Hier wirst du bestimmt nicht zerrissen, wenn du das Thema Honorar ansprichst. Ich habe extra eine NETTE Facebook-Gruppe für Texter gegründet, wo ich penibel auf einen freundlichen, hilfsbereiten und wertschätzenden Umgangston achte: https://www.facebook.com/groups/362151524183118/ Schau mal rein!

    Es ist egal, ob du ein Profi-Texter bist oder nicht. Der Kunde hat bei dir angefragt, also hält er dich für einen Profi! 🙂 Wie hat er dich denn gefunden? Super ist auch, dass du verhandelt hast. Gibt es schon eine Antwort vom Kunden?

    Ich persönlich finde das Angebot nicht besonders prickelnd, aber es kommt natürlich darauf an: Ist es ein Thema, bei dem du 400 Wörter in einer halben Stunde runterschreiben kannst, oder ist viel Recherche und technischer Kram dabei? Hast du Lust, diesen Auftrag anzunehmen?

    Könntest du mit ein bisschen Marketing und Akquise vielleicht einen besseren Kunden an Land ziehen? Oder wäre deine Zeit vielleicht sogar besser investiert, wenn du sie z. B. in den Aufbau einer eigenen Texter-Website steckst?

    Du schreibst, du glaubst nicht, dass sich jemand meldet, der dir das Doppelte oder Dreifache anbieten wird. Das glaube ich auch nicht. 😛 Was könntest DU denn unternehmen, um dein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und aktiv Kunden zu gewinnen? Z. B. deine Website online stellen, potenzielle Kunden kontaktieren, ein Facebook-Posting machen etc.?

    Ob es für dich vertretbar ist, musst du selbst entscheiden. Es gibt keine Stundensatz-Polizei und wenn du möchtest, kann du auch um 10 € pro Stunde arbeiten. 😉 Du brauchst keine Erlaubnis von irgendjemandem, wenn du diesen Auftrag annehmen möchtest. Du musst dir nur überlegen, ob es sich für dich persönlich lohnt!

    Ich wünsche dir, dass du auf dein Bauchgefühl hörst und die für dich richtige Entscheidung triffst, und freue mich, von dir zu hören!

    GLG Lilli

  26. Hallo Lilli,

    ich habe auch eine Frage zur Preisgestaltung, denn die Anfrage, die ich gerade bekommen habe, ist weit entfernt von dem, was du als Honorarrichtlinie empfiehlst. Auf Facebook bin ich auch in einer Textergruppe, aber sobald da das Thema Honorar angesprochen wird, wird es sehr unschön. 😉
    Ich muss dazu sagen, dass ich keine Texterin, sondern freie Journalistin bin. Ich biete aber nebenher Korrektur/Lektorat und eben auch Texten an. Ich würde mich also nicht als Profi-Texter bezeichnen.
    Nun habe ich gerade eine Anfrage bekommen: 5 Seo-Texte à zirka 400 Wörter. Der Kunde will 30 Euro pro Text zahlen. Du würdest für dieses Honorar wahrscheinlich nicht arbeiten und ich habe auch angefragt, ob er auf 50 Euro pro Text erhöhen kann, weil ich weiß, dass das eine extrem schlechte Bezahlung ist.
    Allerdings geht es mir hier darum in einem eher auftragsschwachen Monat noch etwas Geld zu verdienen. Ich überlege also den Auftrag trotzdem anzunehmen. Denn ich glaube nicht, dass sich in den nächsten Tagen jemand meldet, der mir das Doppelte oder Dreifache anbietet. 😉
    Was sagst du zu solchen Angeboten und ist es in meinem Fall vertretbar (keine Profi-Texterin, schwacher Monat) auch einmal so einen Auftrag anzunehmen?

    Vielen Dank für deine Tipps
    Beate 🙂

  27. Liebe Lilli,
    danke für deine rasche Antwort! Das hilft mir tatsächlich weiter.
    Wenn ich das klar kommuniziere, dass nach Abgabe des Textes nur eine Korrekturstufe sozusagen „gratis“ ist und alle weiteren nach Stundensatz verrechnet werden, kann ich glaube in Zukunft einiges abwenden. Tolle Idee, danke!
    Ja, meist ist das meist so, dass ich von Marketingbüros den Auftrag bekomme und wenn noch weitere Fragen während des Textens anfallen, ich direkt beim Kunden nachfragen kann (aber eben nicht bei allen). Und diese Nachfragen fallen bei mir dann unter „Recherche“ und verrechne ich genauso in meinem Stundensatz …
    Oft treffe ich halt nicht gleich den richtigen „Ton“ für den Kunden, vor allem bei den ersten gemeinsamen Aufträgen, und dann gibt’s manchmal bis zu 4 Korrekturschleifen und das kann ich einfach nicht gratis machen.
    Aber diese Lösung mit einer Korrekturschleife „gratis“, finde ich gut. Das empfinde ich auch als ein Entgegenkommen für den Kunden, aber ich schau danach nicht ganz durch die Finger.
    Dank dir vielmals!
    Liebe Grüße
    Melanie

  28. Hallo Melanie,

    das ist eine gute Frage, danke! Eine Korrekturstufe innerhalb von 14 Tagen ist bei mir inkludiert, alle weitere werden ganz normal nach Stundensatz berechnet (ist aber noch nie vorgekommen).

    Der Kunde kann schließlich nicht einfach die Verantwortung für den Text abgeben, sondern muss schon auch hilfreichen Input geben (im Briefing und, falls notwendig, in der ersten Korrektur). Wir Texter können leider noch immer nicht Gedanken lesen. 😀

    Sollte es hier öfters Missverständnisse oder Kommunikationsprobleme geben, liegt es vielleicht daran, dass im Vorfeld schon etwas schiefläuft – du z. B. zu wenig Informationen vom Kunden bekommst (oder einforderst?). Vielleicht probierst du mal ein Briefing-Formular aus, das dein Kunde ausfüllen muss, oder fragst ab jetzt genauer nach, wenn dir Inputs fehlen!

    Ich hoffe, das beantwortet deine Frage. 🙂

    GLG Lilli

  29. Liebe Lilli,
    und wie handhabst du das, wenn z.B. bei deinem Blogbeitrag mit 500 Wörtern à 180 € für 1,5 Stunden Arbeit der Auftraggeber sagt: Das passt mir nicht so recht, bitte noch dies und jenes abändern, dies noch hinzufügen etc. Ich weiß, ein gutes Briefing hilft hier, aber gerade, wenn man mit Werbeagenturen zusammenarbeitet und nicht direkt mit deren Kunden gibt’s da oft Abstimmungsprobleme.
    Ich verrechne ja auch immer nach den tatsächlichen Stunden, die ich getextet habe. Ich gebe vorher eine grobe Schätzung ab und lasse die mir „freigeben“. Bin ich deutlich darüber verhandle ich nach.
    D.h. ich verrechne auch alle Überarbeitungen, die verlangt werden …
    Wie handhabst du das?
    Und wie soll ich das deiner Meinung nach handhaben, wenn es tatsächlich mal sein sollte, dass der Auftraggeber die Qualität beanstandet und sagt, da muss deutlich nachgebessert werden? Gewähre ich dann „Rabatt“ oder mache ich die Überarbeitung gratis? Und wenn dann noch Überarbeitung 2 und 3 folgen? Welche Erfahrungen hast du damit? Ich gebe zwar immer alles bei meinen Texten, aber oft unterscheiden sich die Meinungen über gute Texte…

  30. Hallo Ray, diese Preisgestaltung ist für mich keine Illusion, sondern tägliche Realität. Ich arbeite natürlich kaum noch für Agenturen, sondern direkt mit großen Unternehmen. Und für diese großen, gut zahlenden Firmen schreibe ich nicht durch Glück oder Zufall, sondern weil ich gut schreiben und mich gut vermarkten kann. Das ist das ganze Geheimnis! 😀

  31. Eine schöne Illusion, Deine Preisgestaltung. Selbst in großen PR-Agenturen werden Texter mies bezahlt. Es gibt meiner Ansicht nach nur einen Weg zu einer guten Bezahlung, und das ist das Glück, das einen zufällig in eine große, gut zahlende Firma rutschen lässt.

  32. Hallo Melanie!

    Ich gehe gar nicht damit um, weil es bei mir keine Preisdiskussionen (mehr) gibt! 😀 Entweder der Kunde zahlt den Preis, oder eben nicht.

    In diesem Fall würde ich aber folgendermaßen argumentieren:

    Mit 35 Angestellten hat dieser Dienstleister erstens keinen Stundensatz von 70 €, sondern vereinfacht gesagt von 2450 (35 x 70), falls alle seine Angestellten dieselbe Leistung anbieten. Ich weiß jetzt natürlich nicht, welche Art von Dienstleistung es ist.

    Lohnnebenkosten hast du genauso zu bezahlen, nämlich deine eigenen (Steuern und Versicherung), die 30 – 50 % deiner Einnahmen ausmachen. Und ja, auch Freelancer haben Fixkosten – welche und wie hoch die sind, geht deinen Kunden aber eigentlich gar nichts an.

    Drittens hat ein Text nun mal eben einen gewissen „ewigen“ Wert, weil er vielleicht jahrelang auf einer Website steht, als Blogartikel bei Google gefunden werden kann, etc. Dh. man bezahlt ja bei einem Text nicht nur schlicht eine Stunde Arbeitszeit, sondern auch das dadurch entstandene Produkt, dessen Wert – und die Nutzungsrechte daran!

    Viertens ist es ehrlich gesagt nicht dein Problem, wie hoch oder niedrig der Stundensatz deines Kunden ist! 😀 Ich kann auch nicht zu einem Anwalt sagen: „Oh Mann, ich verdiene nur X Euro die Stunde, da zahle ich Ihnen jetzt aber nicht Y Euro pro Stunde!“ Das ist keine logische Verhandlungsbasis.

    Du musst deinem Kunden also erstens Grenzen setzen und zweitens klarmachen, welchen Wert und Nutzen dein Text für ihn hat. Zähle ihm am besten auf, welche Leistungen eigentlich in deinen Text einfließen: http://www.lettersblog.de/wert-eines-textes

    Wenn er das nicht verstehen will, such dir stattdessen einen anderen Kunden!

    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen, und wünsche dir viel Erfolg damit! 🙂

    GLG Lilli

  33. Wie gehst du damit um, wenn in solchen Preisdiskussion das Argument kommt, das ein Dienstleister mit 35 Angestellten und Lohnnebenkosten etc. einen Stundensatz von nur 70 € verrechnet?
    Und wie ich als Freelancer ohne solche Fixkosten und Angestellten dann 100 € verrechnen kann …?
    Ich bin solche Diskussionen wirklich leid, aber müssen leider immer wieder bestritten werden …

  34. Hallo Lisa,

    gerne! 🙂

    Für einen Blogartikel mit 500 Wörtern verrechne ich 180 Euro (1,5 h á 120 Euro).

    Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen!

    LG Lilli

  35. Danke Lilli für den tollen Artikel! Wie so einige in den Kommentaren bemerken, gibt es je nach Auftrag unterschiedliche Preisgestaltungen. Es kommt doch immer wieder vor, dass zum Beispiel (Blog-) Artikel nach einem Pauschalpreis abgerechnet werden. Hast du hier einen Tipp oder Richtwert, z.B. für rund 500 Wörter. Danke und alles Liebe Lisa

  36. Hallo Petra,

    vielen Dank für deinen Input! Das stimmt natürlich, ich habe auch Kunden, bei denen ich nicht immer zu 100 % auf meinen Stundensatz komme. Und wenn man eine monatliche Pauschale vereinbart, kann man getrost mit dem Preis ein bisschen runtergehen, weil man einfach mehr finanzielle Sicherheit dafür bekommt.

    Und ja, es sind Netto-Preise!

    GLG und bis bald bei LETTERS! 🙂

    Lilli

  37. Hallo Lilli,

    danke, ein sehr interessanter Beitrag! Und in vielen Punkten stimme ich dir voll zu. Einen Punkt möchte ich gerne noch hinzufügen: Man sollte immer auch ein Gespür für den Kunden und den Auftrag haben. Manchmal ist es eine Überlegung wert, dann doch ein wenig anzupassen (ohne sich komplett zu verbiegen selbstverständlich).

    Ich beispielsweise betreue unter anderem seit einem Jahr die Onlineredaktion für ein Ernährungsportal und habe dadurch einen festen monatlichen Betrag. Was Gold wert ist! Breche ich die Stunden herunter, könnte das Stundenhonorar sicher höher sein. Aber durch die lange Laufzeit sind die Rahmenbedingungen eben andere wie bei einem kurzzeitigen, abgeschlossenen Projekt (bei dem ich den Stundensatz vielleicht höher ansetzen würde). Und ich habe die Sicherheit, dass dieser Betrag einfach immer monatlich auf dem Konto landet.

    Außerdem muss man natürlich schon so ehrlich sein und das Honorar der Qualität anpassen. Ich will keinem auf die Füße treten, aber „Texter“ an sich ist ja erstmal ein verlockender Job, den, auf den ersten Blick betrachtet, jeder machen und anbieten kann, der eine Tastatur bedienen kann. Objektiv betrachtet ist es dann aber doch nicht so.

    Ich freu mich auf weitere schöne Beiträge 🙂 Liebe Grüße aus MUC
    Petra

    PS Habe ich es jetzt irgendwo übersehen (oder ist das in Österreich ohnehin anders?) … sind das Netto-Preise, die du nennst?

  38. Hallo Franziska,

    da ich in Österreich lebe und arbeite, kann ich das nicht beantworten – die Frage ist mir aber schon in Texter-Gruppen auf Facebook untergekommen.

    Da ein Freelance-Texter, so wie ich ihn verstehe, aber ein ortsungebundenes Online-Business hat, ist der Standort eigentlich egal. Ich habe z.B. auch Kunden aus anderen Bundesländern und aus Deutschland.

    Der Vorteil ist ja, dass du online nicht auf eine Region beschränkt bist, sondern den gesamten deutschsprachigen Raum erschließen kannst. Es zwingt dich niemand, nur im Osten auf Kundensuche zu gehen.

    Ich hoffe, das hilft dir weiter!

    GLG

  39. Was mich interessieren würde: gibt es preislich einen Unterschied zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Ich bezweifle fast, dass hier im Osten die Stundensätze so hoch sind bzw. bezweifle ich stark, dass das gezahlt wird und man das verlangen kann. Hat damit jemand Erfahrungen?

  40. Hallo Ansgar,

    vielen lieben Dank für deinen tollen Kommentar! 🙂 Ich freue mich, wenn die Artikel hilfreich sind und auf Zustimmung stoßen.

    Na wenn bei dir noch mehr drin ist, dann hau rein! 😛 Ich habe am Anfang z.B. auch den Fehler gemacht, Extra-Leistungen nicht extra zu verrechnen – Bildersuche, Einpflegen in WordPress usw. Aber ich habe ja nichts zu verschenken, deswegen muss man meiner Meinung nach alles, was in den Artikel mit einfließt – Talente, Ausbildungen, Erfahrungen, Leistungen – auch verrechnen.

    Da gebe ich dir Recht – es ist für Anfänger ein ganz schwieriges Spannungsfeld zwischen Erfahrung, Selbstbewusstsein, Vorstellungen der Kunden und monatlichem Auskommen. Ich bin ebenfalls von meiner persönlichen Erfahrung ausgegangen, und konnte meinen Stundensatz in 3 Jahren vervierfachen. Daher hat diese Methode für mich funktioniert und ich glaube, dass sie für andere auch funktioniert.

    Wie ich geschrieben habe, habe ich die wenig zahlenden Anfangskunden nach und nach zurückgelassen und bin „in höhere Gehaltsklassen aufgestiegen“, indem ich meinen Stundensatz konsequent erhöht und an meine (neuen) Kunden kommuniziert habe. Es stimmt allerdings, dass die Erhöhung des Stundensatzes bei Kunden, die schon länger dabei sind, länger dauert. Diese werden aber auch irgendwo verstehen müssen, dass mehr Erfahrung mehr wert ist – Angestellte kriegen doch auch Gehaltserhöhungen. Als Selbständige müssen wir uns aber selbst um unsere Gehaltserhöhungen kümmern! 😉

    Nichtsdestotrotz finde ich deine Idee mit dem Mengenkontingent gut, tatsächlich habe ich das bei einem meiner ersten Kunden so ähnlich gemacht!

    Vielen Dank für deinen Input – wenn du noch weitere Tipps und Strategien hast, jederzeit gerne! 🙂

  41. Hallo Lilly,

    super Artikel! Auch wenn ich schon etwas länger dabei bin und meinen Stundensatz gefunden habe, finde ich es immer interessant zu erfahren, welche Sätze andere nehmen und wie sie darauf gekommen sind. Du hast einen hervorragenden Artikel zu dem Thema geschrieben!

    Interessant finden ich Deinen Ansatz unter „Du bist mehr wert!“. Danach könnte ich meinen Stundensatz noch ordentlich erhöhen. 😉

    Einzig mit Deinen Tipps zu Stundensätzen für Anfänger kann ich mich nicht anfreunden. Ganz einfach aus der eigenen Erfahrung heraus, dass es furchtbar schwierig ist, seine Preise zu erhöhen. Klar, bei Neukunden geht das immer, da kann einfach mal höhere Sätze ausprobieren. Aber bei Bestandskunden kann man die Preise meist nur langsam erhöhen, weil für die ja schwer nachvollziehbar ist, warum die jetzt plötzlich mehr zahlen sollen.

    Hinzukommt, dass Leute sich immer in den gleichen Kreisen bewegen. D.h. wenn jmd. Kunden aufbaut, die nur bereit sind 30 Euro pro Stunde zu zahlen, dann sind die Empfehlungen dieser Kunden ebenfalls eher low-budget unterwegs.

    Ich kann deshalb niemandem empfehlen, mit Stundensätzen unter 50 Euro überhaupt erst anzufangen.

    Ein möglicher Kompromiss: Dem Kunden sagen, dass der Stundensatz 60 Euro beträgt, er im Rahmen einen Kennenlernangebots die ersten x Stunden aber für 40 € bekommt. Dann hat man klar kommuniziert, dass der Stundensatz eigentlich höher ist und für den Kunden ist von vornherein transparent, wie lange der günstigere Stundensatz gilt.

    LG
    Ansgar

  42. Hallo Chrissi,

    vielen Dank für das Lob! 🙂 Ich weiß, wie unübersichtlich der Stundensatz-Dschungel sein kann.

    Eigentlich ist es so, dass Texter meistens mehr als Designer verdienen 😉 Du kannst also ruhig diese Stundensätze fürs Texten anwenden!

    Alles Liebe und viel Erfolg!

  43. Hallo Lilli!
    Was für ein unglaublich hilfreicher Beitrag!
    Im Moment mache ich nur Freelance-Design, aber möchte in Zukunft auch gerne texten. Bisher habe ich mir noch keine Gedanken über einen Stundensatz gemacht, weil ich unsicher war, wie ich ihn überhaupt berechnen soll.
    Für mein Design-Kleinunternehmen nutze ich die von dir vorgestellte Formel schon. Irgendwie war ich aber immer der Meinung, fürs Texten könne ich nicht so viel verlangen (dämliche Einstellung, ich weiß ;)).
    Gerade dein letzter Punkt mit den Anfänger-Stundensätzen hat da mir sehr geholfen.

    Danke!

    Alles Liebe,
    Chrissi

  44. Liebe Andrea,
    sehr gerne! 🙂 Solltest du dich selbständig machen, wünsche ich dir viel Erfolg und Spaß als freie Texterin!

  45. vielen dank für diese sehr wertvolle information. ich weiß zwar noch nicht, ob ich mich selbstständig mache. sollte ich mich dafür entscheiden, weiß ich jetzt immerhin, was ich meinen zukünftigen kunden verrechnen kann :-).

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