Lilli Koisser

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Das richtige Mindset für Freelance-Texter*innen: 12 goldene Regeln

Bevor du als Freelance-Texter*in erfolgreich sein kannst, muss sich etwas Grundlegendes ändern: Deine eigene Einstellung zum Freelance-Texten. Es ist ein wenig traurig, wie viele freie Texter*innen sich selbst als billige, unterwürfige Arbeitskräfte sehen. Wie wenig Vertrauen sie in sich und ihre Leistung haben, wie wenig Wert sie sich zugestehen, und wie sie sich behandeln lassen.

Ich spreche hier vor allem davon, für Cent-pro-Wort-„Honorare“ für schreckliche Kund*innen zu arbeiten, die du online auf gewissen Seiten aufgegabelt hast. Ich möchte dir einen anderen Weg zeigen, ein Business als freiberufliche*r Texter*in aufzuziehen – eines, bei dem du weniger arbeitest, mehr verdienst und bessere Kund*innen hast.

Der Grundstein für eine profitable Karriere als Freelance-Texter*in ist ein Mindset, das weg vom Arbeitnehmer und hin zum Unternehmer geht.

12 goldene Regeln für Freelance-Texter*innen

1. Du bist gut genug.

Wenn du diesen Beitrag liest, hast du offensichtlich Interesse am und Talent fürs Schreiben. Wenn du denkst, dass du nicht gut genug bist: Niemand startet seine Karriere mit einem eindrucksvollen Portfolio, einer mächtigen Kundenliste und 12 Awards. Starte irgendwo, aber starte! Texten lernt man nur, indem man regelmäßig textet. Und: Sage niemals zu einer Kundin „Ich werde es versuchen“, „Bitte geben Sie mir eine Chance“ oder „Ich bin ganz neu“. Du weißt bestimmt mehr über das Texten als sie! Wenn nicht, investiere in eine Ausbildung als Texter*in, einen Schreibcoach oder Kurse und Seminare.

2. Du weißt genug.

Scheue dich nicht vor Aufträgen, weil du denkst, dass du zu wenig über das Thema weißt. Nach einer Stunde Google-Recherche sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Wenn du etwas nicht weißt, dann weißt du, wo du es herausfinden kannst! Die Recherche gehört zum Job dazu. Verfeinere deine Recherche-Skills, wenn du hier Probleme hast, aber lehne deswegen keine Aufträge ab (außer, sie haben absolut nichts mit deiner Spezialisierung oder deiner Dienstleistung zu tun).

3. Du bist nicht perfekt und musst es auch nicht sein.

Verabschiede dich von Perfektionismus und Selbstzweifeln. „Better done than perfect“ ist ab jetzt dein neues Motto. Und: „It’s not perfect, but it’s all yours“. Die Angst davor, zu versagen, lähmt dich nur und du wirst ewig am selben Fleck verharren. Veränderung entsteht nur durch Dinge, die uns Angst machen! Probier doch mal den Bauen-Messen-Lernen-Kreislauf aus, um deine Angst zu überwinden und in die Gänge zu kommen. Ängste und Selbstzweifel sind völlig normal – sie dienen dazu, dich vor vermeintlichen Gefahren zu beschützen und dich in deiner Komfortzone zu halten. Erfolgreiche Menschen handeln TROTZ ihrer Angst.

4. Du musst gar nichts.

Du musst keine Aufträge annehmen, auf die du keine Lust hast (oder für die du keine Zeit hast). Du musst nicht von 9 bis 18 Uhr am Schreibtisch sitzen. Du musst nicht von Montag bis Freitag arbeiten. Du musst niedrige Honorare nicht akzeptieren. Du musst dich von Kund*innen nicht herablassend behandeln lassen. Du musst gar nichts, nur weil du glaubst, dass du solltest!

5. Du bist Unternehmer*in.

Höre auf, wie ein Student oder Arbeitnehmer zu denken, und denke und handle wie ein*e Unternehmer*in. Niemand sagt dir mehr, was du zu tun hast – auch nicht deine Kund*innen. Du bist ihr*e Dienstleister*in und Berater*in, nicht ihr*e freie*r Mitarbeiter*in! Mitarbeiter arbeiten für Chefs, du bist aber dein eigener Chef. Sieh dich selbst als Unternehmer*in!

6. Du bist der Boss.

Erwarte von deinen Kund*innen nicht, dass sie dir Anweisungen geben, dich einarbeiten oder dir laufend mehr Arbeit geben. Du bist kein*e Angestellte*r mehr! Du bist selbst für das Service, das du anbietest, verantwortlich – und damit auch für deine Weiterbildung und dein Wachstum. Warte nicht darauf, dass deine Kund*innen sich um dich kümmern, sondern werde selbst aktiv und kümmere dich um dein Business.

7. Du machst die Regeln.

Du musst dich nicht nach deinen Kund*innen richten, sondern sie sich nach dir! Schließlich bist du ein eigenes Unternehmen, dessen Leistungen sie in Anspruch nehmen möchten. Oder verlangst du von deinem Friseur, dass er nachts deine Haare schneidet? Nein, du akzeptierst ganz selbstverständlich seine Bedingungen, wie Öffnungszeiten und Preise. Warum sollte das bei Texter*innen anders sein?

8. Deine Leistung hat Wert.

Du lieferst deinem Kunden wertvolles Material, das ihm dabei hilft, seine Zielgruppe zu erreichen und mehr zu verkaufen. Hätte er dafür eine Agentur, würde er wahrscheinlich ein Vielfaches deines Honorars bezahlen, und das weiß er hoffentlich auch! Präge dir ein: Deine Texte sind wertvoll. Lass dich von großkotzigem Gehabe nicht beirren – Kund*innen, die dich nicht wertschätzen, sind die schlimmsten und dürfen sofort abserviert werden.

9. Deine Kundin braucht dich.

Wenn deine Kundin texten könnte, würde sie es selbst machen und nicht dich dafür bezahlen. Sie braucht dich also. Sie ist keine großzügige Gönnerin, die sich dazu herablässt, dir einen Knochen hinzuwerfen, sondern ihr seid Geschäftspartner auf Augenhöhe. Von einem Unternehmer zum anderen. So sollte sich eure Geschäftsbeziehung auch anfühlen! Tut sie das nicht, sag den Auftrag lieber ab.

10. Schluss mit der Unterwürfigkeit.

Freelance-Texter*innen, und Freelancer allgemein, sollten kollektiv mit der Unterwürfigkeit gegenüber Kund*innen aufhören. Ich spreche von irren Öffnungszeiten, langen Nachtschichten, rauem Umgangston und ständigen Sonderwünschen. Dein Wissen und Talent sind wertvoll, du bist deiner Kundin ebenbürtig, und wenn sie deine Bedingungen nicht akzeptiert, kannst du ihren Auftrag leider nicht annehmen.

11. Der Kunde hat NICHT immer Recht.

DU bist der Experte. Ich sage zu meinem Architekten nicht: „Ich hätte ganz gerne ein riesengroßes Loch in dieser Wand“, und er setzt es dann um, bloß weil ich als Kundin König bin. Du darfst deinem Kunden Empfehlungen geben, ihn beraten und ihm auch widersprechen. Deine Expertise ist schließlich der Grund, warum er dich gebucht hat. Er wird außerdem mehr Respekt vor dir haben, wenn du ihm auch mal Kontra gibst – und es macht dich glaub- und vertrauenswürdiger, als wenn du aus reiner Höflichkeit, Schüchternheit oder wegen deiner Selbstzweifel zu allem Ja und Amen sagst.

12. Aus Fehlern lernt man.

Ich war selbst unterwürfig, als ich 2013 angefangen habe. Ich habe mich unter meinem Wert verkauft, lächerliche Aufträge angenommen und zu lange gearbeitet. Ich habe so viele Fehler gemacht, dass ich ganze Blogartikel damit füllen kann. Aber jetzt sitze ich hier und habe aus meinen Fehlern so viel gelernt, dass ich meine Erkenntnisse mit dir teilen kann! 😉 Fehler sind wertvoll. Erlaube dir selbst, Fehler zu machen, zu scheitern und daraus zu lernen. Perfektion ist eine Illusion, also tu es einfach und schau, was passiert!

Teile diesen Beitrag gerne mit anderen, die du zu mehr Mut und Selbstvertrauen inspirieren möchtest:

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13 Antworten

  1. Hallo Lilli,
    ich lese Deine Blogbeiträge (und nicht nur die) schon seit einigen Jahren und möchte Dir nun endlich mal auch offiziell dafür danken! Ich war schon eine Weile nebenberuflich als Freelance Werbetexterin & Werbelektorin unterwegs und nun seit einigen Monaten hauptberuflich mit einer Nischenpositionierung. Ich merke gerade extrem, welche Zweifel und Mindsetprobleme das hauptberufliche Freelancertum für mich noch mit sich bringt. Hatte ich völlig unterschätzt. Umso froher bin ich, dass ich bei Dir wirklich zu jedem Thema einen Artikel finde, der mir wieder ein Stück Klarheit verschafft.

  2. DANKE!
    Ich habe auch erst kürlich meine Selbstständigkeit in die Hand genommen und heute war so ein Tag, an dem ich sehr an mir, meinen Fähigkeiten und der ganzen Business-Idee gezweifelt habe. Dann bin ich über deinen Blog gestolpert und habe sehr viel Nützliches gefunden – nicht zuletzt diesen Artikel. Deine Worte geben meinem Selbstbewusstsein einen ordentlichen Boost und machen mir wieder Mut. MEINE ARBEIT HAT WERT, JAWOHL!
    Danke nochmal! Du bist der Knaller! 😀

  3. Danke!

    Für diese wunderbaren Worte
    Für diese unglaubliche Motivation
    und für den Ar***tritt, den ich gebraucht habe!

    Du bist der Grundstein meines Selbstvertrauens!

    Danke!

  4. Vielen Dank für deine lieben Worte! 🙂 Es ist schön zu sehen, wenn der Blog jemandem weiterhilft. Weiterhin alles Gute für den Einstieg!

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