Lilli Koisser

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Wie ich 6 Monate Krankenstand als Freiberuflerin überlebte

Dieser Text erschien zuerst als Gastartikel bei Frau, Frei Und, dem Magazin für selbstständige Frauen.

Der Ostersonntag 2016 war eigentlich ein wunderschöner Tag. Ich hatte das Wochenende mit Freund*innen in der Südsteiermark verbracht und zum ersten Mal meinen neuen Freund (meinen heutigen Mann) mitgebracht. Auf der Rückfahrt nach Wien machten wir in meinem Heimatort Halt, wo er einen Teil meiner Familie kennenlernte.

Wie ich 6 Monate Krankenstand als Freiberuflerin überlebte

Achtung, es folgt die Beschreibung meines Unfalls! Wenn du sie überspringen möchtest, scrolle runter bis zur Überschrift „Der Krankenstand – die Achillesferse des Freiberuflers“.

Abends, zurück in Wien, machten wir es uns bei ihm zuhause gemütlich. Rund um Mitternacht wollte ich das Rollo am Fenster herunterlassen, um nach einem schönen, ereignisreichen Tag in einen friedlichen Schlaf zu sinken. Dazu musste ich mich allerdings auf das Bett vor dem Fenster stellen, weil sich das Rollo oben eingerollt hatte und ich es händisch herausziehen wollte.

Durch mein Strecken und Lehnen rutschte der Lattenrost ruckartig aus dem Bettrahmen und ich fiel kopfüber in das dünne, scharfe Altbau-Fenster. Die Glasscheibe brach komplett heraus, und ich „steckte“ mit meinen Unterarmen im Fensterrahmen. Als ich mich aufrichtete, schoss das Blut in Fontänen aus meinem rechten Handgelenk. Ich spürte zwar nichts außer einem dumpfen Schmerz vom Aufprall, aber ich sah, wie das Blut spritzte und meine Arme hinunterrann. Es war eine große Menge Blut – so viel hatte ich zuvor noch nie gesehen.

Ich hatte noch die Kraft, vom Bett und aus dem Zimmer zu laufen – da ich die Bettwäsche und den Teppich nicht vollspritzen wollte! #facepalm – bevor ich im Flur auf den Boden sank. Die Mitbewohnerin meines Freundes, die durch das laute Klirren und unser Geschrei angelaufen kam, rief die Rettung. Ich bat sie zu googeln, was wir machen sollten: Die Hand höher als das Herz halten, kühlen, verbinden, ruhig bleiben. Mein Freund setzte sich hinter mich, wickelte meine Arme in Handtücher und gefrorene Erbsen, und ich drückte zu. Allerdings nicht zu fest, denn mein Handgelenk war praktisch offen.

Wird sich mein Leben jetzt verändern?

Das Blut rann warm meine Arme hinunter. Erst jetzt bemerkte ich, dass auch mein linker Arm blutete. Mir war schwindelig, ich hörte nichts mehr, bekam keine Luft und hatte unfassbaren Durst. Alle Kräfte verließen mich und ich sagte meinem Freund, der selbst der Ohnmacht nahe war, dass ich wahrscheinlich das Bewusstsein verlieren würde. Voll Panik keuchte ich seiner Mitbewohnerin zu, nochmal bei der Rettung anzurufen.

Wenige Minuten später trafen zwei Sanitäter ein. Ich saß inzwischen in einer Lache meines eigenen Blutes, meine Pyjamahose war durchtränkt, mir war eiskalt. Ein Gedankenorkan wirbelte durch meinen Kopf: Was bedeutet das? Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben? Warum kann ich meinen Ring- und kleinen Finger nicht bewegen? Wird sich mein Leben jetzt bleibend verändern?

Sobald die Profis da waren, beruhigte ich mich ein wenig und wurde wieder etwas klarer. Mitten in der Nacht wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert – das Fensterglas hatte Beugesehnen, einen Nerv und eine Arterie der rechten Hand durchschnitten. Außerdem hatte ich tiefe Schnittwunden an beiden Unterarmen und Ellbogen, die mir in den nächsten Wochen Dinge wie Essen, Trinken, Waschen, Duschen, Toilettengänge oder Telefonieren alleine nicht möglich machen sollten. Ich konnte Objekte weder greifen noch heben, und aufgrund der Nähte an den Ellbogen auch meine Arme nicht abwinkeln.

Es folgten die nächtliche Not-OP, benommene Stunden im Aufwachraum, eine unfassbar anstrengende Woche im Krankenhaus, sechs Wochen lang eine Schiene zur kompletten Ruhigstellung der rechten Hand, monatelang mehrmals pro Woche Ergotherapie und Kontrollen im Krankenhaus, die Unterstützung einer Psychiaterin, täglich bis zu 8 Stunden Übungen, Strombehandlungen und Narbenmassagen zuhause. Meine Medikamentenliste war so lang wie eine wöchentliche Einkaufsliste, mein Körper war ein Wrack und mein psychischer Zustand im Keller. Ich war als Freiberuflerin 6 Monate lang im Krankenstand.

Der Krankenstand – die Achillesferse des Freiberuflers

Laut Fehlzeitenreports des WIFO melden sich Arbeitnehmer*innen durchschnittlich 12,5 Tage pro Jahr krank – Freiberufler*innen gehen allerdings am seltensten und kürzesten in den Krankenstand. Außerdem melden sich Menschen zwischen 25 und 39 Jahren am seltensten krank. Vielleicht fällst du als Leser*in meines Blogs in beide Kategorien!

Fast 40 % aller Krankenstände dauern 1 bis 3 Tage. Nur 12 % der Krankenstände dauern länger als zwei Wochen. Gut zwei Drittel der Krankenstände entstehen dabei durch Erkrankungen der Atemwege (38,5 %), infektiöse und parasitäre Krankheiten (15,2 %) und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und Bindegewebes (13 %). Der Anteil an Verletzungen und Arbeitsunfällen nahm in den letzten Jahren ab, während die Häufigkeit von psychischen Erkrankungen zunahm – möglicherweise als Folge der Dienstleistungsgesellschaft?

GULP befragte über 300 Freelancer*innen in der IT-Branche: Können Sie sich überhaupt leisten, krank zu sein? Die Antwort scheint Nein zu lauten: 2,3 % waren weniger als fünf Tage pro Jahr krank, fast jede*r Fünfte sogar keinen einzigen Tag. Und wen wundert es? Schließlich haben Selbstständige keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Krankheit – Geld fließt nur, wenn gearbeitet wird. Wer Zeit für Geld verkauft und zwei Wochen lang mit einer Grippe im Bett liegt, dem entgeht ergo die Hälfte der monatlichen Einnahmen.

Was kannst du also tun, um dich als Freiberufler*in für den Krankheitsfall abzusichern?

Wie ich 6 Monate Krankenstand als Freiberuflerin überlebte

7 Tipps, wie du dich gegen einen langen Krankenstand absichern kannst:

1. Du brauchst eine Versicherung auf Kranken(tage)geld!

Ich bin unendlich froh und dankbar, dass mir meine Bilanzbuchhalterin zu Beginn meiner Selbständigkeit die freiwillige Zusatzversicherung auf Krankengeld der SVS (gesetzlichen Pflichtversicherung für Selbstständige in Österreich) sehr nachdrücklich empfohlen hat. Sie meinte, dass ich als kreative Freelancerin keine andere Versicherung wirklich brauche außer dieser. Nachdem ich diesen Rat auch danach immer und immer wieder gehört und gelesen habe, muss etwas dran sein!

Wenn du krank bist, bekommst du mit dieser Versicherung ab dem vierten Krankheitstag ein tägliches Krankengeld ausbezahlt. In meinem Fall waren es rund 30 Euro pro Tag. 2017 wurde das Krankengeld der SVS aber auf 60 % der täglichen Beitragsgrundlage und damit aktuell mindestens 9,21 Euro täglich gesenkt. Außerdem bekommen Selbstständige in Österreich ab dem 43. Tag eines langen Krankenstandes nochmals 31,08 Euro Unterstützungsleistung pro Tag vom Staat ausbezahlt. Stand: April 2020

Einen Überblick zur ähnlichen Lage in Deutschland gibt es bei Finanztip. Lass dich am besten bei deiner gesetzlichen und mehreren privaten Versicherungen beraten und schau dir online Versicherungs-Vergleiche an. Nicht jede Versicherung bietet das Tagegeld an, und manche Berufsgruppen sind dahingehend bei manchen Anbietern nicht versicherbar.

2. Im Ernstfall Ratenzahlungen vereinbaren

Bei mir fiel der 6-monatige Krankenstand unglücklicherweise auch noch in das „verflixte dritte Jahr der Selbständigkeit“, in dem es zu hohen Nachzahlungen an Versicherung und Finanzamt kommen kann. Meine privaten und beruflichen Rechnungen überfluteten mich, und mir blieb nichts anderes übrig, als mit dem Finanzamt und der Versicherung Ratenzahlungen zu vereinbaren.

Tipp: Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, solltest du deinen Gläubiger*innen immer aktiv mitteilen, in welcher Situation du gerade bist und deine Zahlungsbereitschaft signalisieren. So kommt man dir viel eher entgegen, als wenn du die unbezahlten Rechnungen einfach in der Schublade verschwinden lässt.

3. Sparen und ein Polster für 3 – 6 Monate anlegen

Damit es gar nicht erst so weit kommt, empfiehlt sich natürlich ein kleines – oder auch größeres – Polster für harte Zeiten: 3 – 6 Monate solltest du, wenn es hart auf hart kommt, ohne neue Einnahmen überbrücken können.

Wie du deinen Stundensatz und deinen monatlichen Mindestumsatz, basierend auf deinem persönlichen Lebensstil und deinen Kosten, berechnest, erfährst du in meinem Blog.

Und wie du dir einen Puffer zur Seite legen kannst, rechne ich in meinem Artikel mit 7 Tipps für die Urlaubsplanung für Selbstständige für sevDesk anhand eines Beispiels vor.

4. Kund*innen Bescheid sagen und Alternativen vorschlagen

In den ersten Tagen im Krankenhaus diktierte ich meiner Schwester eine E-Mail an meine Kund*innen. Ich musste ein riesengroßes, dringendes Website-Projekt absagen, laufende Blog-Jobs aus dem Redaktionsplan streichen lassen und meinen Kund*innen mitteilen, dass ich weder per E-Mail noch per Telefon zu erreichen war.

Es fühlte sich alles sehr dramatisch an und ich fühlte mich schuldig, weil ich meine Kund*innen hängen ließ. In dieser E-Mail verlinkten wir ein paar andere Texter*innen, die vielleicht verfügbar wären, um meine Projekte zu übernehmen. Manche von ihnen arbeiteten noch danach, gemeinsam mit mir, für meine Kund*innen.

Alle meine Kund*innen haben immer sehr verständnisvoll auf Krankenstände von mir reagiert. Die Angst, jemanden zu verprellen oder wütend zu machen, ist meiner Erfahrung nach total irrational. Und wenn dir wirklich jemand die Hölle heiß macht, weil du wegen einer Krankheit ein paar Tage lang nicht für ihn oder sie arbeiten kannst, dann ist es sowieso Zeit, sich von dieser Person zu trennen!

Ich konnte fast alle meine Kund*innen behalten – und die, die nicht zu mir zurückkehrten, waren sowieso die, mit denen die Zusammenarbeit schon etwas schal geworden war. Die Beziehungen hatten also ein natürliches Ende gefunden und es tat mir nicht leid darum.

5. Nicht zu früh wieder anfangen

Bleibe realistisch bei deiner Genesung und fange nicht aus Pflichtgefühl zu früh wieder zu arbeiten an. In regelmäßigen Abständen teilte ich meinen Kund*innen und Facebook-Fans mit: „In X Wochen bin ich wieder fit!“ Dieses Spielchen wiederholte ich alle paar Wochen, bis ich soweit war, zu sagen: „Ich weiß nicht, wann ich wieder arbeiten kann“.

Gib dir Zeit, gesund zu werden und erspare deinen Kund*innen falsche Hoffnungen und unnötige Planungsarbeit. Du kannst die Genesung nicht beschleunigen und musst auch einfach mal Ruhe geben und das Business Business sein lassen. Während dieser 6 Monate dachte ich kaum an mein Unternehmen. Ich las keine Fachartikel mehr, verfolgte das Geschehen online nicht und wollte auch nicht mit Kund*innen oder Kolleg*innen kommunizieren.

Meine verletzte Hand beherrschte meinen kompletten Alltag und es fühlte sich so an, als würde das für immer so bleiben. Mein Ringfinger und kleiner Finger sind heute zwar noch immer etwas krumm, steif und gefühllos, aber wenigstens kann ich sie wieder bewegen und nach wie vor tippen. 😛

Erinnere dich in jeder Krise daran: Die Ausnahmesituation wird irgendwann wieder vorübergehen!

6. Das Positive und Chance sehen

So schlimm und traumatisch mein Unfall war: Er hätte auch ganz anders ausgehen können. Die Krankenschwestern bläuten mir ein, wie viel Glück ich gehabt hatte. Ich hätte schließlich auch kopfüber aus dem Fenster fallen oder mir Gesicht, Hals oder Brust zerschneiden können.

Und trotz allem hatte mein Krankenstand auch gute Seiten – ich habe danach endlich meinen Blog LETTERS gegründet und ganz neue Motivation für meinen Beruf und auch meine private Weiterentwicklung gefunden. Die schwere Zeit hat meinen Freund und mich unglaublich zusammengeschweißt und mir gezeigt, was mir wirklich wichtig ist.

In vielen Biografien erfolgreicher Menschen finden sich Krankheiten, Unfälle oder Traumata. In der Psychologie nennt man diese positiven Veränderungen nach einem traumatischen Erlebnis „posttraumatisches Wachstum“. Es gibt also auch die Möglichkeit, deinen Rückschlag (oder ein kollektives Trauma wie eine Corona-Krise) als Chance zu begreifen.

Foto: Lisa Tröber

7. Deinen Umsatz von deiner Zeit und Person entkoppeln

Rückblickend war der Unfall der Auslöser für die Gründung meines eigenen Online-Business und der Startpunkt für die Entwicklung von der Freelancerin zur Unternehmerin. Denn ich erfuhr schmerzhaft am eigenen Leib, dass mein Geschäftsmodell nicht funktioniert, wenn ich nicht funktioniere.

Ich wollte mir neben der Dienstleistung „Ich texte für meine Kund*innen“ auch andere Einkommensquellen aufbauen – zum damaligen Zeitpunkt dachte ich in erster Linie an eBooks und Downloads. Heute, 4 Jahre später, lebe ich tatsächlich von meinen Onlinekursen und Mastermind-Gruppen und texte gar nicht mehr für Kund*innen. Ich verkaufe heute bewusst mein Wissen, angereichert durch Coaching-Methoden, und nicht meine Arbeitszeit.

Ich habe mir außerdem ein kleines Team an Freelancerinnen aufgebaut, die mir Aufgaben abnehmen. Denn im Krankenbett habe ich gemerkt: Mein ganzes Unternehmen, meine Prozesse und mein Wissen sind nur in meinem Kopf gespeichert. Ich konnte anderen Personen nicht vermitteln, wie ich was tue, damit sie mich eventuell vertreten können – ich war das Nadelöhr in meinem Business, der Engpass. Mein Ziel ist jetzt, dass ich irgendwann von heute auf morgen für einen Monat nach Bali fliegen kann, ohne dass mein Unternehmen komplett zusammenbricht. 😄

Fazit: Better safe than sorry.

Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich nach einem halben Jahr im Krankenstand noch immer nicht arbeitsfähig gewesen wäre. Die staatliche Unterstützung, und auch die aus meiner privaten Zusatzversicherung, endet nach 26 Wochen.

Hätte ich mich arbeitslos melden müssen? Meine Selbständigkeit zurücklegen? Notstandshilfe beantragen? Ich bin froh, dass ich es nicht herausfinden musste. An der sozialen Absicherung von Freiberufler*innen muss aber definitiv noch einiges getan werden – von staatlicher Seite aus, aber auch von unserer Seite.

Warst du schon mal länger krank in deiner Selbstständigkeit? Wie bist du damit umgegangen und wie sicherst du dich für den Ernstfall ab?

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23 Antworten

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  5. Hallo Lilli,
    danke für den lehrreichen Beitrag. Dank deinem Artikel habe ich wirklich gut die Funktionsweise vom „Krankengeldsystem“ der SVS verstanden.
    Ich hätte aber eine Ergänzungsfrage.
    Braucht man als Selbstständiger auch nicht eine private Unfallversicherung? Im Text steht es man brauche keine andere Versicherung wirklich außer der freiwilligen Zusatzversicherung auf Krankengeld der SVS, aber soweit ich gelesen habe gilt die Unfallversicherung der SVS nur für Arbeitsunfälle, z. B. ein Architekt mit Beinbruch beim Fußballspielen muss zahlen. Daher meine Frage – stimmt es, dass man als Selbstständiger auch unbedingt eine private Unfallversicherung braucht oder habe ich etwas falsch verstanden?
    Danke im Voraus
    Mfg
    P. S. Wenn du einen ganzen Artikel zum Thema schreibst, würde ich ihn äußerst gerne lesen

  6. Danke für die Einblicke in das „Horrorszenario“ aus deiner Erfahrung!
    Mir ging es kurz vor der Selbstständigkeit, mit einer gebrochenen Hand die nicht mehr zum kellnern zu gebrauchen war, nach dem Studium kurze Zeit ähnlich. Vorsorge ist so wichtig, wurde mir damals auch schmerzlich klar. Den Sparpolster anzuknabbern fühlt sich nämlich alles andere als beruhigend an.

  7. Hi Lilli,
    danke für deinen Bericht über diese extreme Zeit. Man liest viel zu selten von den unkalkulierbaren gesundheitlichen Aspekten, die einen treffen können. Ich hatte im 3. Jahr meiner Selbständigkeit (da noch Design Freelancer) gerade den Auftrag eines großen deutschen Designmagazins bekommen, das Heft visuell zu relaunchen – mein Traumjob. Zeitgleich habe ich –ausgelöst durch einen Virus – eine seltene Gelenksentzündung in der linken Schulter bekommen, die sich auf den kompletten Arm, Hand und Finger ausweitete. Ich hatte Arthritis, schlimmste Schmerzen und konnte meinen Arm 6 Monate gar nicht und 6 weitere nur eingeschränkt bewegen. Die Ärzte prognostizierten mir, meinen Beruf nicht mehr ausführen zu können. Ich war am Boden zerstört, wollte aber unbedingt das tolle Designprojekt machen. Ich habe den Job 2 Monate nach hinten verschoben, den linken Arm dann komplett ruhig gestellt und alles auf das Arbeiten mit einer Hand ausgerichtet. Das war ganz schön krass, klappte aber besser als gedacht. Das Wissen ausreichend Rücklagen zu haben, hat mir die Sicherheit gegeben, dass ich auch scheitern kann mit meinem Plan. 2 Jahre später konnte ich den Arm wieder fast normal nutzen und bin wahnsinnig dankbar dafür.

  8. Hallo Lilli,
    danke für deinen tollen Artikel!
    Gerne verschließt man ja die Augen vor solchen Sachen unter dem Motto „Mir passiert das hoffentlich nicht“ oder „ich mache mir dann Gedanken dazu“
    Aber deine Geschichte zeigt wie schnell so etwas gehen kann! Schön, dass du die positiven Aspekte daran siehst und auch erwähnt hast.
    Ich werde mir jetzt auf alle Fälle einen guten Plan ausdenken 😉
    LG Arlene

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