Lilli Koisser

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4 Tipps, wie du auch ohne Erfahrung ein überzeugendes Texter-Portfolio aufbaust

Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Oder anders gesagt: Wie kann ein Texter Jobs bekommen, ohne ein überzeugendes Texter-Portfolio vorweisen zu können?

Ein Portfolio entsteht nur durch Erfahrung. Diese ergibt sich aber erst, wenn man schon einige Texter-Jobs hatte – wofür man in manchen Fällen wiederum ein Portfolio braucht. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Dass potenzielle Kunden gerne einige Texte von dir sehen möchten, ist legitim, schließlich willst du doch auch nicht die Katze im Sack kaufen. Jetzt höre ich auf mit den Tier-Metaphern! 😉

Es gibt zahlreiche Methoden, auch ohne bezahlte Jobs rasch ein Texter-Portfolio aufzubauen. Mit etwas Willenskraft und Geduld sammelst du innerhalb weniger Wochen oder Monate genügend Textproben für eine überzeugende Referenzmappe. Dazu erstmal 7 Ideen, wie du Referenztexte sammeln kannst:

7 Ideen, woher du Textproben bekommst

1. Studium und Kurse

Ob du eine Texter-Ausbildung machst oder nebenberuflich Schreibkurse absolvierst: Jede Hausarbeit, jede Gruppenübung und jeder Wettbewerb verdient deinen vollen Einsatz! Schließlich kannst du die entstandenen Texte in dein Portfolio aufnehmen. Betrachte jedes Schriftstück als zukünftige Referenz.

2. Ehrenamtliche Arbeit

Sieh unentgeltliche Arbeit als Marketing für dich selbst. Anstatt Geld für Anzeigen o. Ä. auszugeben, investierst du als Texter eben Zeit für dein Marketing. Vereine wie TEDxVienna oder die Marketing Natives sind dankbar für jeden Helfer und Gastblogger!

3. Schlecht bezahlte Arbeit

Zu Beginn meiner Selbständigkeit ließ ich mich auf ein Gegengeschäft ein: Ich machte das Content-Marketing für einen Startup-Kunden, dafür verdiente ich prozentuell am Umsatz mit. Das Startup scheiterte und ich verdiente praktisch gar nichts daran – dafür lernte ich, wie man mit WordPress bloggt und mehrere Social-Media-Kanäle betreut. Genauso schlecht bezahlt waren meine Leistungen für eine NGO und ein großes Online-Medium.

Obwohl mir bewusst war, dass ich mich unter Wert verkaufe, habe ich es trotzdem gemacht – in einem Fall aus Ehrgeiz, im nächsten aus Überzeugung, im letzten weil ich unbedingt den großen Referenzkunden in meinem Portfolio haben wollte. Alle drei habe ich nicht bereut! Auch hier gilt: Am Anfang tauschst du deine Leistungen nicht immer nur gegen Bares ein, sondern auch gegen Referenzen.

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ABER: Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, schlecht bezahlte Jobs nicht mehr anzunehmen. Verpass ihn nicht!

4. Bewerbungen und Copytests

Wenn du dich bei einer Werbeagentur als Texter bewirbst, musst du mitunter eine kreative Bewerbung schreiben oder einen Copytest absolvieren. Auch diese Texte sind dein geistiges Eigentum und können von dir für dein Portfolio verwendet werden!

5. Praktika und Jobs

Es ist in der Werbebranche leider noch immer Usus, Praktikanten nicht zu bezahlen – dafür bekommen sie Referenzen für ihre Mappe. Sowohl fest angestellt als auch als Praktikant oder freier Texter solltest du generell immer alle deine Texte abspeichern, screenshotten, Belegexemplare sammeln etc., um sie später für deine Mappe verwenden zu können.

6. Eigene Projekte

Ob du einen Blog startest, ein Buch schreibst oder dich auf Medium austobst: Schreibe einfach, weil es dir Spaß macht und du was zu sagen hast. Bau dir Expertise in einem Feld deines Interesses auf – so ziehst du auch genau die Kunden an, die du haben willst.

7. Gastbloggen

Gastbloggen ist ein sehr angenehmer Weg, ohne eigene Plattform schnell ein größeres Publikum anzusprechen und Reichweite zu bekommen. Stelle sicher, dass du mit vollem Namen, Link und idealerweise kurzer Autoren-Bio als Autor genannt wirst.

Wenn du schon etwas mehr Erfahrung hast, solltest du generell Kundenarbeiten den Vorzug in deiner Mappe geben und die unbezahlten Jobs Stück für Stück rausnehmen. Es spricht aber absolut nichts dagegen, mit den oben genannten Texten zu starten. Niemand hat gesagt, dass ein Portfolio nur bezahlte Arbeiten enthalten darf!

2 Elemente, auf die Kunden wirklich achten

Namen und Design.

Es ist wirklich so. Jeder potenzielle Kunde, dem ich mein detailreiches Portfolio stolz vor die Nase gelegt habe, hat es gerade mal flüchtig durchgeblättert. Seine Augen sind am Design der einzelnen Projekte und den Namen der großen Referenzmarken hängen geblieben.

Was lernen wir daraus? Deine Mappe funktioniert genauso wie andere Marketing-Projekte: Sie muss schnell und einfach erfassbar sein, Eindruck schinden und Vertrauen erwecken.

Natürlich sollte man auch Textproben von dir lesen können – das Portfolio soll nicht so wirken, als würdest du den Text verstecken wollen. Aber mach es visuell und verkaufspsychologisch ansprechend! Was minderwertig aussieht, wird minderwertig wahrgenommen.

Wie du Projekte für dein Portfolio auswählst

1. Sei streng bei der Auswahl.

Wir Texter hängen an unseren Arbeiten oder haben kleinere Lieblingskunden und -projekte, an die wir gerne zurückdenken. Aber es ist hier wie auf jedem anderen Markt: Der emotionale Wert zählt nicht. Was zählt sind Fakten: Große Kunden, große Projekte, große Erfolge.

2. Denk an den potenziellen Kunden.

Geh bei der Auswahl deiner Projekte von der Kundensicht aus: Was würde ihn beeindrucken? Ein Text für die Maturazeitung oder deine erste Anzeige wahrscheinlich eher nicht. Am besten funktioniert eine Kurzform mit deinen 5-7 stärksten Arbeiten und eine längere Fassung, die eine größere Bandbreite zeigt. Die kurze Fassung schickst du bei Bewerbungen mit, die längere nimmst du zum Vorstellungsgespräch mit.

3. Achte auf Diversität.

Sowohl an Branchen als auch an Textarten darf deine Mappe eine gewisse Vielfalt aufweisen. Wenn du auf bestimmte Textsorten oder Branchen spezialisiert bist, sollte man trotzdem erkennen können, dass du als Texter ein Repertoire beherrschst. Und bevor du fünf Projekte für einen einzigen Kunden vorstellst, wähle lieber drei von diesem und zwei von einem anderen.

4. Sichere dich rechtlich ab.

Wenn du die Texte in deiner Mappe verfasst hast, darfst du das natürlich auch so sagen. Trotzdem musst du darauf achten, keine Rechte Dritter oder Nutzungsvereinbarungen zu verletzen. Optimal ist es, wenn du in jedem Vertrag mit einem Kunden bzw. in deinen AGB standardmäßig stehen hast, dass du die Texte aus der Zusammenarbeit in deinem Portfolio verwenden darfst.

Wie du dein Texter-Portfolio präsentierst

Es gibt unzählige Arten, Textproben im Internet zu präsentieren: Plattformen wie Contently, Behance oder Carbonmade und viele andere sind darauf spezialisiert. Du kannst auch einen Tumblr oder ein Medium-Profil mit deinen Texten gestalten – wie es dir gefällt!

Ich habe aktuell zwei Portfolios: Ein PDF-Portfolio, das einen Überblick über meine Texter-Vergangenheit und -Erfahrung gibt, und eine Online-Sammlung meiner Blogartikel. Je nachdem, welche Anfrage ich bekomme, verschicke ich entweder das PDF oder den Link (oder beides).

Es kann aber auch reichen, dem Kunden in einer E-Mail einfach ein paar Links zu Veröffentlichungen von dir zu schicken – oder diese schon auf deiner Website zu platzieren. Hauptsache, der Kunde kann sich ein Bild über deine Leistungen machen!

Zur Inspiration gebe ich dir noch über 2.600 Portfolios von Textern mit auf den Weg. Viel Spaß beim Schreiben und Werken!

Hinterlasse deinen Kommentar:

9 Antworten

  1. Mir ist keine deutsche Version bekannt, aber wenn du die Beschreibung auf Deutsch verfasst und deine Artikel deutsch sind, macht es ja im Prinzip keinen Unterschied!

  2. Hallo Lilli,

    ein sehr lesenswerter Artikel.
    Deine Erfahrungen las ich gern.
    Zum Teil bestätigt sich dies mit meinen Erfahrungen.
    Jedoch gilt: „An die eigene Nase fassen und besser sein“ 😉

    Beste Grüße

    Ralph

  3. Hallo Melanie, super, das freut mich! 🙂 Du solltest einen Werkvertrag für Freiberufler als Vorlage verwenden (da findest du bei Google etliche) und diesen dann an deine Leistungen und Bedingungen anpassen!

  4. Toller, inspirierender Blogpost. Danke!
    Mach mich morgen gleich an mein Portfolio!
    Noch ne Frage hintendran: Wo finde ich Vorlagen für Texter-Verträge?

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