In einem Gruppen-Call mit meinen Kund*innen kam mal die Frage auf, ob man eine längere Content-Pause im ersten Inhalt nach der Pause kurz erklären sollte – oder einfach weitermachen wie bisher, als wäre man nie „weg“ gewesen.
Unter meinen beliebtesten Instagram-Postings war anno dazumal ein Beitrag darüber, dass du niemandem kostenlosen Content schuldig bist – und dich nicht erklären, rechtfertigen oder entschuldigen musst (à la „Tut mir leid, dass ich seit 2 Wochen nichts mehr gepostet habe!“).
Ich fand diese Beiträge immer so nervig – können wir bitte auch noch ein Offline-Leben haben, ohne dafür um Entschuldigung zu bitten? Oder ist dieser Schlechtes-Gewissen-Content mittlerweile nicht mehr so verbreitet? Ich hab ja vor bald 2 Jahren Instagram gelöscht. 😇
Und das sehe ich noch immer so wie damals. Ich finde den ganzen „Regelmäßigkeits-Zwang“ im Content-Marketing echt mühsam, vor allem für neurodivergente Solo-Selbstständige. Manche von uns können einfach keine Beiträge „auf Reserve“ produzieren, arbeiten lieber intuitiv oder spontan am besten – und schaffen es im Alltag nicht immer, den eigenen Content-Plan streng einzuhalten!
Und ganz ehrlich: Who cares? Wir planen für uns selbst in vermutlich 80 % der Fälle sowieso zu optimistisch und unrealistisch! Wenn Menschen aus deiner Community eine echte Beziehung zu dir aufgebaut haben, vergessen sie dich auch nicht sofort, wenn du mal ein paar Tage, Wochen oder Monate keinen Content veröffentlichst.
Dem Rest fällt es vermutlich nicht mal auf. Zumindest sitze ich selbst nie mit dem Kalender in der Hand da und sage: „Die Christina teilt sonst immer am Montag, Mittwoch und Freitag was auf LinkedIn – wo bleibt nur ihr heutiges Posting?“ 🤔
Trotz Content-Pause Sichtbarkeit in Google und KI
Während Plattformen wie Instagram und LinkedIn eine längere Abwesenheit eher mit Reichweiten-Einschränkungen bestrafen, ist es für Google und KI-Suchmaschinen nicht so wichtig, wie regelmäßig du neue Inhalte auf deiner Website teilst.
Es zählt, ob DIESER EINE Blogartikel von dir die gerade eben gestellte Frage der Nutzerin beantwortet – teilweise auch, wenn der Artikel schon Jahre alt ist:
Ich werde in der KI-Übersicht bei Google auf Platz 1 gefunden, OHNE an diesem Artikel aus 2018 (!) etwas verändert oder „für KI optimiert“ zu haben! ⬇️
Auf die Frage meiner Kundin im Call betete ich ihr aber nicht meine persönliche Meinung dazu vor, weil ich das generell und vor allem in diesem Kontext nicht hilfreich fand. Ich fragte sie stattdessen:
✨ Was fühlt sich für dich gerade besser an? ✨
Die Frage hinter der Frage lautete ja vermutlich eher „Ich habe das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben – wie mache ich es jetzt wieder richtig?“.
Und meine Aufgabe als Coachin war es in diesem Moment nicht, ein richtig oder falsch vorzugeben (das mache ich – und „echte“, ausgebildete systemische Coaches – generell nicht, denn: Wer entscheidet das? Wie kann ich für eine andere Person wissen oder bestimmen, was für sie richtig ist?), sondern: Die Blockade in Form eines Schamgefühls plus einer nicht getroffenen Entscheidung zu lösen.
👉🏻 Wenn du einfach wieder einsteigen möchtest, aber das Gefühl hast, dich erst lang erklären und entschuldigen zu müssen (auch wenn der Grund für dein Fernbleiben vielleicht privat oder unangenehm ist – oder ein ganz ehrliches „Ich hatte einfach keinen Bock / keine Zeit / keine Energie!“), dann ist das eine unnötige Hürde für den Wiedereinstieg – und deine vagen bis widerwilligen Erklärungen werden sich weder für dich noch für deine Leser*innen gut anfühlen.
👉🏻 Wenn du selbst das Bedürfnis hast, etwas zu deiner Content-Pause zu teilen, aber dich zurückhältst, weil irgendein „Coach“ das gesagt hat – dann wird sich deine plötzliche Rückkehr vielleicht nicht nur für dich unnatürlich anfühlen. In und zwischen den Zeilen auf dem Bildschirm schwingt ja doch immer auch das Ungesagte mit!
Meine Content-Pause: 3 Monate Krankenstand
Und für mich fühlt es sich gerade besser an, dir meine letzten Monate zu schildern – auch wenn ich das nicht muss. Ich war nämlich 3 Monate lang im Krankenstand!
Kurz gesagt: Ich hatte wieder was mit dem Rücken, das sich diesmal auch auf die Nerven auswirkte. Deswegen war ich Mitte Juni 3 Tage lang im Krankenhaus, um die schlimmsten Ursachen direkt auszuschließen (was wir zum Glück konnten).
Danach hatte ich wochenlang die wildesten Nervenstörungen und Missempfindungen am ganzen Körper, vor allem im Sitzen. Aber bis heute, 3 Monate und einige MRTs und Ultraschalle später, hat niemand eine definitive Ursache oder konkrete Behandlung gefunden, außer Physiotherapie. ✌
Versicherung auf Krankengeld: Sichere dich als Selbstständige*r ab!
Wie ich schon in meinem Bericht über meine 6 Monate im Krankenstand nach einem Unfall geteilt hatte (inkl. 7 Tipps, wie du dich absichern kannst!), möchte ich heute nochmal etwas urgieren, das alle Selbstständigen betrifft: Schließe unbedingt eine Versicherung auf Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit ab! Das war bei meiner Gründung laut meiner Buchhalterin „die einzige Versicherung, die man in der Selbstständigkeit wirklich braucht“.
In Österreich ist das die „Zusatzversicherung auf Krankengeld“ bei der SVS. Außerdem bekommst du ab 6 Wochen Krankenstand automatisch die „Unterstützungsleistung bei lang andauernder Krankheit“, die mir jetzt bei beiden langen Krankenständen ermöglicht hat, wirklich die Finger von meinem Laptop und PC zu lassen. In deinem Land gibt es bestimmt vergleichbare Leistungen – ich erspare mir jetzt aber die Recherche, damit ich nicht gleich wieder zu lange am Schreibtisch sitze! 😅
Wenn du dir jetzt aber denkst: Cool, mache ich demnächst – mach es lieber gleich, denn es gibt meist eine Wartezeit (z. B. 6 Monate Beiträge einzahlen), bis du Anspruch auf die Leistungen aus der Krankengeld-Versicherung hast.
Für die Zukunft gilt, dass ich jetzt WIRKLICH nicht mehr stundenlang am Schreibtisch sitzen kann (oder will). Meine Arbeitstage dauern aktuell maximal 4 Stunden – und das in Pomodoro-Einheiten von 25 Minuten mit 5 Minuten aktiver Pause danach und Wechsel zwischen Schreibtischstuhl, Standing Desk und Gymnastikball. 🤸
Und was habe ich in diesen 3 heißen Monaten gemacht?
- Serien wie Animal Kingdom gesuchtet (große Empfehlung, wenn du Breaking Bad mochtest – und wer hat das nicht?!),
- viele viele Hörbücher mit der App Libby aus meiner Bibliothek geliehen, darunter alle Bücher von Taylor Jenkins Reid und das gehypte Yesteryear* (love!), und
- in verschiedenen Freibädern gewesen und ansonsten im dunklen Haus vor der Hitze verbarrikadiert (ergo TV-Serien und Hörbücher).
In diesem Artikel teile ich mit dir, was ich während der Zeit im Krankenstand über mein Business erkannt habe: Arbeitsunfähig als Selbstständige*r: 5 Business-Lektionen aus dem Krankenstand. Ich wäre schließlich nicht ich, wenn ich nicht aus jeder Situation Content rausschlagen könnte! 😆
Warst du schon mal mehrere Monate lang im Krankenstand als Selbstständige*r? Hast du dafür vorgesorgt? Kommentiere gerne unten, damit wir uns dazu austauschen können! ❤️🩹
Noch mehr Gedanken und Inspiration zum Thema bekommst du in der Podcast-Folge Schluss mit Content-Druck! Meine neue, intuitive Marketing-Routine – im Blog, deiner Podcast-App und auf YouTube! 🎧
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Was dir ebenfalls drastisch den Content-Druck reduziert, ist der Fokus auf SEO, GEO und AEO in deinem Marketing – also dich über Google und KI langfristig finden zu lassen, statt kurzfristig Social Media zu beballern!
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