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Spätestens seit der Google-Konferenz I/O im Mai 2026 ist klar: Wir kommen nicht mehr darum herum, uns neben SEO (Search Engine Optimization) auch mit GEO (Generative Engine Optimization) bzw. AEO (Answer Engine Optimization) und generell der KI-Suche zu beschäftigen.
Zumindest, wenn wir weiterhin online von potenziellen Kund*innen gefunden werden wollen! Google stellte nämlich das neue Suchfeld, das nun eigentlich ein KI-Chat ist, als eine neue Ära der Suche und „das größte Upgrade ever“ in den 25 Jahren Google-Geschichte vor.
1. SEO bringt Traffic und ist die Basis für deine Auffindbarkeit.
Die gute Nachricht ist: Wenn du bereits bewährte SEO-Prinzipien befolgst (z. B. aus meinem Onlinekurs „Deine Website als Kundenmagnet“ speziell für Solo-Selbstständige und Personal Brands!), machst du schon vieles richtig und hast einen guten Vorsprung.
Denn 1. sind deine Website-Texte und Blogartikel dann bereits – für Crawler und Menschen – verfügbar, gut lesbar und verständlich, und 2. holen sich die KI-Bots ihre Antworten oft aus den obersten Plätzen der Suchergebnisse bei Google.
Bei scrunch.com kannst du in der kostenlosen Testversion checken, ob und welche KI auf deine Website zugreifen kann:
Der Such-Prozess bleibt gleich, aber die Umsetzung wird uns abgenommen.
SEO ist nach wie vor die Praxis,
- einzelne Web-Seiten für die Reihung möglichst weit oben in Suchergebnisseiten (aka auf Seite 1 bei Google) zu optimieren,
- durch die richtigen Keywords, wertvollen Content, Backlinks von hochwertigen Seiten und korrekte technische Rahmenbedingungen,
- mit dem Ziel, Traffic (Besucher*innen in Form von Klicks und Aufrufen) auf diese Seite und dadurch die eigene Website zu bekommen.
Trotzdem müssen wir uns darauf einstellen, dass – bereits jetzt und noch mehr in der Zukunft – nicht mehr vorrangig menschliche Nutzer*innen unsere Websites besuchen werden, sondern KI-Bots. Also Such-Agenten, die FÜR die suchenden Menschen passende Antworten einholen, aufbereiten und ihnen direkt im Chat anzeigen.
Heißt das, dass wir online / über die Suche keine Kund*innen mehr gewinnen können? Absolut nicht! Der Prozess dahinter bleibt im Prinzip der gleiche:
Suchanfrage stellen – Ergebnisse analysieren und vergleichen – vertrauenswürdigste / beste Antwort finden.
Statt Menschen suchen KI-Agenten - und besuchen und lesen deine Website.
Nur: Während wir die Analyse der Suchergebnisse in den letzten 25 Jahren (seit es Suchmaschinen wie Google gibt) selbst und händisch gemacht haben, übernimmt es jetzt die KI für uns – schneller, präziser, personalisierter und mit viel mehr Quellen als nur den Google-Suchergebnissen. Aber auch mit weniger Kontrolle durch uns Menschen.
Gefällt das allen? Nein: In der Woche nach der Google-Konferenz stiegen die Installationen der Suchmaschine DuckDuckGo um 30 %. Denn dort kannst du selbst entscheiden, ob du KI für die Suche verwenden willst – oder nicht.
Witzigerweise sind laut Kamyl Bazbaz von DuckDuckGo sowohl die KI-lose Suchmaschine noai.duckduckgo.com als auch die eigene KI-Suchmaschine duck.ai beliebt. Er meint dazu: „Die Leute wollen einfach eine Wahl haben.“ Google wird nämlich vorgeworfen, den Nutzer*innen KI aufzuzwingen.
2. AEO gibt Antworten und inkludiert dich vielleicht darin.
Bei AEO optimieren wir unsere Inhalte darauf,
- in Answer Search Engines (z. B. bei der Sprachsuche mit Alexa) in die Antworten auf konkrete Fragen aufgenommen zu werden,
- um in Featured Snippets, „Platz 0“ bei Google und Sprachantworten vorzukommen und dadurch
- Markenbekanntheit und Vertrauen zu gewinnen.
AEO ist für mich das Bindeglied zwischen SEO und GEO – es geht noch immer darum, mit deinen eigenen Web-Inhalten gefunden und angezeigt zu werden, aber die Aufbereitung des Inhalts geht schon mehr in den kurz-knapp-präzisen „Frage-und-Antwort-Stil“, den KI am besten versteht und am liebsten referenziert.
Und schließlich hängen alle drei Formen der Optimierung stark zusammen, denn am Ende geht es immer darum, die – möglichst objektiv gesehene und auf Nutzer*innensignalen basierende – beste Antwort auf eine gestellte Frage zu geben. Aber das kann bei SEO vs. GEO ganz anders aussehen:
3. GEO bringt dir Sichtbarkeit und Empfehlungen in KI-Chatbots.
Durch GEO wollen wir in Generative Search Engines, also direkt in KI wie ChatGPT, Claude, Perplexity und Co.,
- als Quelle (für Informationen) oder Empfehlung (für Angebote) genannt und verlinkt werden,
- weil unsere Inhalte für Menschen und Maschinen verständlich strukturiert und lesbar sind, und
- weil wir als vertrauenswürdige Expert*innen wahrgenommen werden (zum Großteil durch entsprechende Signale abseits unserer eigenen Website).
Genauso wie bei SEO kannst du dich hier an den E-E-A-T-Kriterien (von Google!) orientieren:
Expertise – du hast echtes Fachwissen in deinem Bereich.
Erfahrung – du wendest dein Wissen in der Praxis an.
Autorität – du wirst als Stimme in deiner Branche wahrgenommen.
Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit) – deine Inhalte und Website sind sicher, transparent, aktuell und korrekt.
Der größte Unterschied? Web-Seiten (URLs) vs. Entitäten (Marken)
Das ist sehr wichtig zu verstehen: Bei SEO wollen wir über einzelne Keywords, Seiten und URLs gefunden werden – z. B. will ich
- für diesen Blogartikel (= die Seite meiner Website mit dem Titel „SEO vs. GEO & AEO: Der Unterschied und 7 Tipps für die KI-Suche“)
- unter lillikoisser.at/ki-suche (= die einzigartige URL für diese Seite)
- für Keywords wie „KI-Suche“, „SEO vs GEO vs AEO“, „in KI gefunden werden“ etc. (= die Suchbegriffe für die SEO-Optimierung dieser Seite) gefunden werden. #metaebene
Bei der KI-Suche hingegen werden nicht komplette Seiten deiner Website als Ganzes betrachtet, sondern
- bei AEO kurze, präzise Antworten als Ausschnitte aus Online-Texten von dir gezogen, und
- bei GEO auch diese Teil-Ausschnitte generiert, und / oder gleich eine ganze Entität (du als Marke, der Name deines Onlinekurses usw.) herangezogen und genannt bzw. empfohlen.
Plus: Die Ergebnisse in einer Google-Suche können sich von den Ergebnissen einer KI-Suche stark unterscheiden. Das bedeutet für dich: Du hast jetzt mehr Chancen, mit deinem Content gefunden zu werden – wenn nicht über Google, dann über KI und umgekehrt!
Ein Großteil der KI-Quellen stammt NICHT von deiner Website, sondern von Reddit, Linkedin, YouTube und anderen Blogs und Websites!
Das Video unten erklärt den Unterschied gut anhand des Suchbegriffs „beste Laptops“: In den Top 10 Suchergebnissen bei den klassischen Suchmaschinen Google, DuckDuckGo und Brave taucht Apple gar nicht dafür auf – aber bei der KI-Suche in 8 Plattformen liegt Apple auf Platz 1 für den Begriff „beste Laptops“. 😝
Die Erklärung: Die 10 Websites, die in Google und Co. für das Keyword „beste Laptops“ auf Seite 1 ranken, haben ihre entsprechenden Seiten ordentlich auf das Keyword „beste Laptops“ optimiert (und sind große Seiten mit hoher Autorität online, was ein weiterer wichtiger SEO-Faktor für so ein breites, umkämpftes Keyword ist). Es sind Guides und Vergleiche, in denen die X besten Laptops vorgestellt und diskutiert werden.
Di KI-Suche läuft aber nicht mehr nach dem bisherigen Schema „Ich stelle eine neue Unterseite meiner Website / einen Blogartikel online und optimiere sie auf ein Haupt-Keyword, um dafür gefunden zu werden“. Die KI schaut sich stattdessen an: Basierend auf allem, was ich online und in meinen Trainingsdaten zum Thema „beste Laptops“ finde – welche Entitäten (Marken, Produkte, Konzepte, Bezeichnungen…) sind anscheinend die passendsten?
Und bei diesem Beispiel zeigt sich der Einfluss von Markennennungen auf die KI-Suche sehr schön: Auch wenn die Apple-Website selbst nicht auf Seite 1 bei Google landet – würdest du die Top 10 Suchergebnisse durchklicken, würdest du immer wieder Apple und das MacBook Air darin finden. Und darauf basiert dann – zum Teil – der Platz 1 in der KI-Suche … OHNE dass Apple selbst einen Blogartikel wie „Das sind unsere besten Laptops“ veröffentlichen und auf das Keyword optimieren musste.
Du siehst hier einen Platzhalter für YouTube. Um gemäß meiner Datenschutzerklärung auf den Inhalt zuzugreifen, klicke bitte auf den entsprechenden Button:
Weitere InformationenWas sind die neuen Kennzahlen für SEO, GEO und AEO?
Was schon länger klar ist, ist der Rückgang des Website-Traffics durch SEO von Google auf deine Website: Da die Nutzer*innen nicht mehr auf die blauen Links klicken müssen, sondern ihre Antwort direkt in der KI-Übersicht erhalten. Das hat die SEO-Welt und Website-Betreiber*innen erstmal ordentlich erschüttert!
Aber: Einige Studien zeigen mittlerweile, dass die Conversion- bzw. Kaufrate, wenn DU als beste Antwort von KI vorgeschlagen wirst, 23 x höher ist als bei einem klassischen Klick aus der Google-Suche. Und das ist schon ein echt gewaltiger Unterschied und großer Shift!
In Zukunft sind also „nur“ SEO-Kennzahlen wie
- Google-Rankings,
- Impressionen,
- Klicks auf deine Website oder
- Traffic (Website-Besucher*innen)
nicht mehr die zentralen Erfolgskennzahlen für dein Online- und Content-Marketing. Sondern (auch):
- Marken-Nennungen (Brand Mentions / Presence) direkt in der KI-Antwort, z. B. in einer Aufzählung oder Text-Antwort,
- Marken-Zitierungen (Brand Citations) in KI-Antworten, z. B. als einer von mehreren Quellen-Links,
- Prompt-Platzierungen (Brand Position – auf welchem Platz du genannt wirst),
- Traffic von KI-Bots (Agent Traffic für Training, Indexing oder Retrieval) auf deiner Website, und
- Traffic aus KI-Chats auf deine Website (siehe weiter unten, wie du das herausfindest!).
Mit diesem kostenlosen Prompt Generator kannst du deine Brand Mentions und Citations sehen:
Wie wirst du in der KI-Suche besser gefunden? 7 Maßnahmen für Selbstständige:
Laut einem McKinsey-Report referenziert die KI-Suche nur zu 5 bis 10 % deine Website, wenn sie online nach Quellen sucht.
Das ist schon ein bisschen bitter für alle, die die letzten 20+ Jahre lang brav ihre Website optimiert, Content erstellt und On Page SEO betrieben haben! 😅
Mach das aber unbedingt weiterhin, es ist schließlich deine Content-Basis im Internet, die auch für die KI-Suche herangezogen wird (siehe Video oben). Und Menschen suchen, lesen und kaufen immerhin noch immer selbst online!
Um in der KI-Suche besser gefunden zu werden, kannst du z. B.
- Pressearbeit machen (Pressemeldungen verschicken, Interviews geben, eine Presse-Seite mit deinen Themen, Materialien und Veröffentlichungen einrichten…),
- Content-Kooperationen eingehen (Gastartikel schreiben, Podcast- oder YouTube-Interviews geben, Co-Autor*in bei Postings sein, Content Swaps / Takeovers machen, Influencer*innen-Marketing betreiben, bei Expert*innen-Roundups, Bundles oder Kongressen mitmachen…),
- zitiert werden (Content erstellen, der so gut ist, dass er von anderen selbst geteilt, erwähnt und verlinkt wird – oder den Link proaktiv passenden Seiten anbieten),
- einheitlich auftreten (in deinen Bios auf Website, Instagram, Linkedin, YouTube, Spotify, Pinterest, Substack etc. dasselbe über dich schreiben, damit die KI dich eindeutig einordnen kann),
- aktuell kommunizieren (deine Online-Profile, älteren Content, vorhandene Erwähnungen und Verlinkungen updaten),
- Testimonials einholen (deine Kund*innen dazu motivieren, online über eure Zusammenarbeit zu berichten und sie zu bewerten), und
- auf deiner Website dafür sorgen, dass sie die korrekte und aktuelle Fakten-Basis für KI ist (z. B. mit deinen Texten, einer Grounding Page oder einer llms.txt-Datei).
Kein entweder-oder, sondern "Search Everywhere Optimization"
Einige dieser „Säulen der Sichtbarkeit“ aus meinem Kundenmagnet-Kurs – und die zugrundeliegenden Themen Beziehungs-, Marken- und Vertrauensaufbau – bekommen durch und für die KI-Suche noch mehr Gewicht.
Denn die Online-Suche ist auch in Zukunft kein entweder-oder, sondern ein sowohl-als-auch: Du willst sowohl über Google als auch Sprachantworten von Alexa als auch ChatGPT, Claude und Co. gefunden werden, oder?
Deswegen mag ich den Begriff „Seach Everywhere Optimization“ – wir wollen möglichst überall dort gefunden werden, wo unsere Traumkund*innen nach uns bzw. unseren Themen und Lösungen suchen. Egal, ob über SEO, AEO oder GEO!
Loslegen kannst du mit diesen kostenlosen Keyword-Tools oder meiner Keyword-Challenge „Keywords finden leicht gemacht“. 🤗
So findest du heraus, ob deine Website schon KI-Traffic bekommt:
- Gehe auf Google Analytics.
- Klicke links auf „Berichte“.
- Klicke auf „Akquisition“ – „Übersicht“.
- Stelle rechts die Zeitspanne ein, z. B. „Letzte 30 Tage“, und klicke auf „Übernehmen“.
- Filtere in einer (neuen) Karte den Messwert „Sitzungen“ mit dem Filter „Sitzung – Quelle (manuell)“:
7. Klicke unten in dieser Karte auf „Manuelle Kampagnen ansehen“.
8. Stelle bei „Zeilen pro Seite“ eine größere Zahl ein, als Zeilen vorhanden sind, um alle Zeilen auf einer Seite zu sehen.
9. Gehe die erste Spalte durch und suche nach KI-Quellen.
Hier kannst du sehen, dass meine Website über ChatGPT, Claude und Perplexity besucht wurde:
Auch in Scrunch kannst du die AI Sessions und Views auf deiner Website und deren Quellen sehen:
Und die AI Landing Pages, also die über KI besuchten Seiten deiner Website:
Der erste Schritt für SEO, AEO und GEO ist immer, zu verstehen, wonach deine Zielgruppe online sucht – sowohl in Google als auch KI. In meiner kostenlosen Keyword-Challenge findest du es in 3 Schritten heraus! 🔍
Studien, Quellen und Ressourcen zur KI-Suche
50 % der Konsument*innen nutzten – bereits im Oktober 2025 – KI-gestützte Online-Suche. Quelle: McKinsey
Kostenloser AI Search Visibility Checker von Rankability
AI Search Guide von Scrunch