Lilli Koisser

Meine Teachery-Erfahrungen: Ein Plattform-Umzug mit 10 Angeboten und 1.100+ Kund*innen

Ich bin mit 10 Angeboten und 1.100+ Kund*innen zu Teachery umgezogen. Meine ehrlichen Erfahrungen, Praxistipps und was Teachery (nicht) kann:

Eigentlich dachte ich, dass der Umzug meiner beiden Kursplattformen eine dieser nervigen Admin-Aufgaben wird, die man monatelang vor sich herschiebt – und dann auf den letzten Drücker an einem Wochenende erledigt. 😅

Stattdessen hat mein Plattform-Wechsel zu Teachery* überraschend viel Spaß gemacht … und mir nebenbei gezeigt, wie gut meine Kurse “noch immer” sind. #sorrynotsorry Ich habe mich dabei wieder in mein eigenes Angebot verliebt! 🤩

In diesem Artikel teile ich meine Teachery-Erfahrungen nach dem Umzug von 10 digitalen Angeboten und über 1.100 Kund*innen mit dir – inkl.

  • meiner ehrlichen Einschätzung, was Teachery kann und was (noch) nicht,
  • ein paar Vimeo-Tipps, die dir beim Umzug deiner Kurs-Videos helfen, und
  • warum der ganze Prozess am Ende mehr als reine Fleißarbeit war.

Mein altes Kurs-Setup war historisch gewachsen. Und mit „historisch gewachsen“ meine ich: über Jahre hinweg zusammengestückelt und immer wieder erweitert, weil es halt irgendwie in diesem Moment so funktioniert hat. 😇

Die Kursinhalte (Videos, Workbooks, Folien meiner Marketing-Kurse) lagen seit 2018 auf einer WordPress-Subdomain meiner Website, geschützt durch das Login-Plugin DigiMember. Die Community, also der Austausch unter meinen Kund*innen, lief erst über ein eigenes Forum im Kursbereich (über ein WordPress-Plugin), dann über Facebook-Gruppen und zuletzt über MightyNetworks. Und die Zahlungsabwicklung immer über Digistore24.

Mit meinen Gruppen- und 1:1-Kund*innen habe ich die Kommunikation und Dokumentation zu unseren Coachings zuletzt auch über MightyNetworks abgewickelt – und dort als Ressourcen dann Doppelungen der Kurse angelegt, damit die passenden Links zu Videos und Workbooks gleich parat sind. 😬

Was mich über die Jahre zunehmend gestört hat: Zwei separate Plattformen für im Grunde zusammengehörende Dinge zu haben. Dass meine Kund*innen sich manchmal an zwei verschiedenen Orten einloggen mussten. Ein WordPress-Backend, in dem die Kursverwaltung und Plattform-Aktualisierung immer unübersichtlicher wurde. Und ein MightyNetworks-Abo, das mich ein Vielfaches von dem kostete, was ich für den Community-Aspekt eigentlich brauchte – mit einem Support, der mich regelmäßig auf die Palme brachte. (Dazu gleich mehr.)

Warum ich trotzdem so lange gewartet habe? Weil der Gedanke an den Umzug von 10 Angeboten mit all ihren Lektionen, Videos, Workbooks und über 1.100 bestehenden Kund*innen sich anfühlte wie … ja, wie Umziehen halt. Nur digital: Alles einpacken, neu sortieren, mitnehmen und hoffen, dass dabei nichts kaputt geht. 🙈

Aber als ich dann bei MightyNetworks irgendwann über 100 Euro pro Monat bezahlte, war der “Leidensdruck” schließlich größer als die Umzugs-Angst. 😋

Seit ich meinen Umzug angekündigt habe, bekomme ich übrigens regelmäßig Fragen dazu – z. B.:

  • Kann man Teachery mit anderen Zahlungsanbietern verknüpfen?
  • Werden auch umfangreichere Programme mit vielen Modulen übersichtlich dargestellt?
  • War das Design leicht einzurichten?

 

Die kurze Antwort auf alle drei: Ja! Ausführlichere Antworten findest du weiter unten. ⬇️

Wie ich auf Teachery als neue Kursplattform gekommen bin

Wenn du dich im deutschsprachigen Raum nach Kursplattformen umschaust, stolperst du ziemlich schnell über die üblichen Verdächtigen: Coachy, Elopage (jetzt Ablefy), Memberspot, Kajabi, Communi… Alle haben ihre Berechtigung – aber keine hat sich für mich richtig angefühlt.

Was ich wollte, war vor allem Einfachheit und Selbstbestimmtheit: Dass ich alles selbst von Grund auf nach meinen Vorstellungen einrichten und im Alltag easy selbst bedienen kann. Und dass es gut aussieht (und nicht wie alle anderen Kurse dort), bezahlbar ist, und meine Kund*innen nicht von zig anderen Kursen von anderen Anbieter*innen abgelenkt werden.

Das Video-Hosting hatte ich mit Vimeo schon gelöst, die Zahlungsabwicklung macht weiterhin Digistore24. Ich brauchte einfach nur einen Ort, an dem meine Kursinhalte schön und übersichtlich für meine Kund*innen zugänglich sind.

Zuerst hatte ich noch Communi ins Auge gefasst – eine Plattform, die auch Lifetime-Deals anbietet und die neue Sau war, die durchs Online-Business-Dorf getrieben wurde. Aber irgendwie bin ich damit (und mit dem Gründer) einfach nicht warm geworden.

Und dann habe ich Teachery* entdeckt, mich quasi schockverliebt und am Black Friday 2025 beim Lifetime-Deal* mit 49 % Rabatt zugeschlagen. Einmalig 250 Dollar – und das war’s. Für immer! 😍

Was mich neben offensichtlichen Vorteilen wie Preis, Bedienbarkeit usw. außerdem überzeugt hat, war der Marken-Vibe. Das gesamte Branding von Teachery ist freundlich und witzig, mit einer Herzlich- und Menschlichkeit, die man bei Software-Plattformen selten findet.

Die Gründer*innen sind mir total sympathisch, kommen selbst aus dem Online-Business und wollten eine Lösung kreieren, die auf die Bedürfnisse von Solopreneuren wie ihnen zugeschnitten ist. Und als jemand, die seit Jahren über „Menschliches Marketing“ schreibt, ist mir das alles tatsächlich auch bei der Tool-Auswahl wichtig. 🤜🏻🤛🏻

Teachery-Erfahrungen Design
Bei Teachery kannst du deine Farben und Schriften zu 100 % anpassen.

Was ich konkret umgezogen habe - in Zahlen

Damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie groß das ganze Unterfangen war:

  • 10 digitale Angebote (Online-Kurse, Workshops, Bundles, Tiny Offers) angelegt und vereinheitlicht – vom Kurs-Titelbild bin hin zu den Kurs-Mails in MailerLite
  • Über 1.100 Kund*innen umgezogen, die alle neue Zugangsdaten bekommen haben
  • Über 900 Videos in Vimeo in neue Ordner-Strukturen sortiert
  • Private Google-Docs-Dokumente für 1:1-Kund*innen angelegt oder aktualisiert
  • Präsentationsfolien zum Durchblättern eingebettet (als Canva-Online-Datei statt als PDF zum Herunterladen)
  • Alle Übungsanweisungen von Blog-Blüte und Kundenmagnet nicht mehr nur im Workbook oder Video, sondern jetzt auch direkt als Text unter jeder Lektion angeführt
  • Ressourcen und Links direkt in der jeweiligen Lektion als Text unter dem Video eingebettet – statt nur in den Folien oder Workbooks versteckt

 

Ein paar dieser Dinge standen schon ewig auf meiner To-do-Liste – der Umzug war der perfekte Anlass, das alles endlich zu tun und meinen digitalen Angeboten ein Glow-Up zu gönnen. ✨

Teachery-Erfahrungen und Kursplattform-Wechsel: Meine Teachery-Erfahrungen nach dem Umzug von 10 Online-Kursen

8 Dinge, die ich an Teachery richtig gut finde:

1. Alles an einem hübschen Ort statt doppelt gemoppelt

Das allein war den Wechsel wert! Kein WordPress-Plugin mehr für den Kursbereich, keine separate Community-Plattform, kein Flickwerk bei kleineren Angeboten, die nur über Mails ausgeliefert werden, die direkt auf ein Vimeo-Video verlinken.

Meine Kund*innen loggen sich einmal ein und haben alles, was sie brauchen. Und auch ich habe jetzt im Backend alles schön, einheitlich und einfach bedienbar. 🙌🏼

2. Der fantastische, menschliche Support!

Ich muss das wirklich betonen, weil ich so etwas noch nie erlebt habe. Ich habe früher nie viel Wert auf Kundenservice gelegt, weil ich mir dachte: Ach, ich google das einfach oder mach das kurz selbst. Aber mittlerweile weiß ich guten Support wirklich zu schätzen. Und bei Teachery* ist der einfach nur top!

Sie machen z. B. den Kund*innen-Import für dich: Du erstellst eine CSV-Datei mit Vornamen, Nachnamen und E-Mail-Adressen je Kurs (hab ich einfach von Digistore24 heruntergeladen und bereinigt) – und schickst sie ihnen im Support-Chat. Dann legen sie die Kund*innen-Zugänge einfach für dich an. 😮

Und nicht mit KI, sondern wirklich von Mitarbeiter*innen, die ganz sorgfältig schauen, dass alles funktioniert. Und das Ganze ohne Aufpreis, den viele Plattformen für so einen Umzugsservice verlangen! Ich hab mich fast schlecht gefühlt, nur 250 Dollar für so einen mega Service zu bezahlen. 😅

Ich hatte im Laufe des Umzugs auch einige Fragen – z. B., wie ich meine Idee für die Client Community als Forum am besten umsetze: Ob sich Kund*innen einfach kostenlos zu einem eigenen “Kurs” dafür anmelden können oder ob ich das besser über Zapier automatisiere

Sara aus dem Support (Shoutout an dich!) hat nicht nur meine Fragen geduldig und ausführlich beantwortet, sondern sichtlich mitgedacht. Sie hat verstanden, was ich vorhabe, und bei jeder Antwort direkt die passenden Links zur Hilfe-Dokumentation mitgeschickt. Das liebe ich ja immer sehr!

Im Vergleich dazu der Mighty-Support, für den ich ein Vielfaches bezahlt habe: Copy-Paste-Standard-Antworten, die mir überhaupt nicht weitergeholfen haben, teilweise nicht mal freundlich formuliert. Tagelange Wartezeiten auf einfachste Fragen – obwohl das ein viel größeres Unternehmen ist. Und dann immer gleich hinterher mit der Umfrage bombardiert werden, wie denn der Kundenservice war. Geht gar nicht! 🙈

3. Canva-Dateien einbetten statt PDFs herunterladen

Da man bei Teachery* aufgrund der vielen Format-Felder – Text, Bild, Video, HTML etc. – in beliebiger Reihenfolge und Anordnung sehr flexibel bei der Gestaltung ist, hatte ich die Idee, die Präsentationsfolien aus den Kursvideos direkt als interaktive Canva-Dateien einzubetten.

Das funktioniert ganz einfach über das Kopieren und Einfügen des Einbettungscodes von Canva. Statt ein (oft großes) PDF herunterzuladen, können meine Kund*innen jetzt direkt in den Folien blättern, wenn sie beim Zuhören mitlesen oder mal schnell etwas nachschauen wollen. Das geht bei anderen Kursplattformen vermutlich auch, aber erst hier hat es sich mir erschlossen. 

Teachery-Erfahrungen Canva-Einbettung
Die Präsentationsfolien habe ich direkt in die Module eingebettet.

Zuvor hatte ich z. B. beim Kundenmagnet-Kurs alle Lektionen eines Moduls untereinander auf einer Seite in WordPress angelegt – also bis zu 7 Videos untereinander. Da war dann nicht viel Raum, um noch zusätzliche Ressourcen anzubieten.

Jetzt in Teachery* habe ich eine Unterseite pro Lektion angelegt, also z. B. 7 einzelne Seiten mit je einem Lektionsvideo drauf. Und darunter genug Platz, um zusätzliche Ressourcen, Links, Downloads, Tipps oder Videos direkt einzubetten!

Und: Wenn mir ein passender neuer Link oder Tipp unterkommt, kann ich ihn einfach zur Lektion hinzufügen, anstatt erst die Folien überarbeiten, ein neues Video dazu aufnehmen oder das Workbook aktualisieren, exportieren, beschreibbar machen, verkleinern und hochladen zu müssen (was ich in der Praxis dann natürlich nie getan habe). 

Das klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit, verbessert aber die Nutzungserfahrung total – sowohl für mich als auch für meine Kund*innen. 😌

Teachery-Erfahrungen Ressourcen in Lektion
50+ Ressourcen zur Kund*innengewinnung in einer Lektion

4. Kein eigenes Video-Hosting nötig

Teachery hostet Videos nicht selbst, d. h. du kannst nicht einfach eine mp4-Datei in den Kursbereich hochladen. Aber das finde ich ehrlich gesagt gut so: Ich nutze seit Jahren Vimeo für meine Kurs-Videos (dazu gleich mehr Tipps) und bette sie einfach ein. Du kannst dafür entweder den Video-Link oder den Einbettungscode des Videos reinkopieren – fertig.

Das hält generell die Plattform-Kosten niedrig, weil die Serverkosten für Teachery geringer sind – und gibt mir gleichzeitig viel mehr Kontrolle darüber, wie meine Videos angezeigt werden:

  • Vimeo erstellt automatische Transkripte und Untertitel,
  • ich kann Zeitmarken und Kapitel in die Videos einbauen und 
  • selbst bestimmen, ob z. B. mein Logo, der Video-Titel und verschiedene Funktionen wie Gefällt mir, Teilen etc. im Video angezeigt werden sollen – oder eben nicht. 

5. Kein Feature-Overload und trotzdem tolle Hilfe-Seiten

Teachery* ist keine Plattform mit 100.000 Features, von denen ich den Großteil nicht nutze

Ja, es gibt ein paar Teachery-spezifische Dinge, die man kurz lernen muss. Wenn du z. B. eine PDF-Datei hochlädst und im Text als Download hinterlegen willst, ändert sich der Link-Text automatisch zum Titel des PDFs. Da dachte ich zuerst: Das sieht aber nicht schön aus! Aber die Hilfe-Sektion von Teachery ist wirklich hervorragend – ein kurzes Video, Problem gelöst.

Oder: Wenn du wirklich viele Module und Lektionen in einem Kurs hast, wird die Seitenleiste im Backend irgendwann sehr lang – und du musst jedes Mal ewig scrollen, um zur richtigen Lektion zu kommen, wenn du etwas ändern willst.

Hier hätte ich mir gewünscht, dass ich die Module einklappen kann, die ich gerade nicht bearbeite. Da ich meinen großen Signature-Kurs aber nur 1 x bei Teachery anlege und das Projekt dann erledigt ist, hat es mich jetzt nicht großartig gestört.

Teachery-Erfahrungen Module und Lektionen in Seitenleiste
Eine Kurs-Übersicht in Teachery mit der aufgeklappten Sidebar

Und, ganz wichtig: Kursteilnehmer*innen kommen zurück zur Übersicht oder “Startseite” des Kurses, indem sie einfach oben auf das Header-Bild des Kurses klicken. Nur steht das so nirgends. 😄 D. h. du musst es deinen Teilnehmer*innen sagen, und / oder das Header-Bild so gestalten, dass visuell ein Button mit “Start” oder “Übersicht” inkludiert ist. 

Das waren die einzigen drei Dinge, die minimal nervig waren. Man muss sich halt kurz einarbeiten – wie bei jedem neuen Tool. Aber es ist alles ziemlich selbsterklärend, und die Dokumentation ist eine der besten, die ich bei einer Software-Plattform je gesehen habe.

Und: Im Zweifelsfall hilft wie gesagt der menschliche Support oder auch der Chatbot schnell weiter – und zwar so, dass das Problem dann auch wirklich gelöst ist (und du nicht noch mehr Fragezeichen im Kopf hast). ✅

6. Unschlagbare Preise ohne zusätzliche Gebühren

Teachery* hat mich beim Black-Friday-Deal 250 Dollar gekostet. Einmalig, als Lifetime-Deal* (also einmal zahlen, für immer benutzen). Ohne monatlichen Kosten oder Transaktionsgebühren (z. B. 2 % von jedem Verkauf), und für unbegrenzte Kurse und Kund*innen. Das ist im Vergleich zu dem, was ich vorher für MightyNetworks plus DigiMember bezahlt habe, ein Bruchteil.

Regulär kostet der Lifetime-Deal* um die 550 Dollar – was noch immer ein totales Schnäppchen ist! Und ohne Lifetime-Deal (den es nicht immer gibt) kostet Teachery 49 Dollar pro Monat oder 470 Dollar pro Jahr … immer noch ohne zusätzliche Transaktionsgebühren und mit allem inklusive.

7. Simple Analytics und alle Kurse auf einen Blick

Was mir richtig gut gefällt: Ich habe jetzt eine schöne Übersicht auf einer Seite – mit allen Kursen und den jeweiligen Teilnehmer*innen. Und es gibt Basis-Analytics: Wie viele Minuten wurden diese Woche in den Kurs-Videos geschaut? Wie viele Lektionen abgeschlossen? Das war bei WordPress mit DigiMember und auch bei MightyNetworks eher versteckt oder umständlich. Hier sehe ich es sofort.

Teachery-Erfahrungen Kursübersicht
Kurs-Übersicht im Backend von Teachery

Und ein nettes Detail: Wenn ich bei teachery.co* eingeloggt bin, habe ich auf der einen Seite Teach – also meine Kurse, die ich anbiete. Und auf der anderen Seite Learn – die Kurse, die ich als Teilnehmerin (mit derselben E-Mail-Adresse) bei anderen gebucht habe. Das ist z. B. bei Ablefy auch so, aber hier finde ich es besser gelöst.

8. Direkte Canva-Integration für deine Bilder!

Ganz frisch dazugekommen und für mich als Canva-Nutzerin ein echtes Highlight: Teachery* hat jetzt eine direkte Integration mit Canva. Du verbindest dein Canva-Konto, gehst in deine Kurs-Lektion, wählst eine Canva-Datei aus – und die gewünschte Seite wird als Bild importiert. 🪄

Jason Zook, ein Teil des Gründer*innen-Pärchens von Teachery, empfiehlt, pro Kurs eine eigene Canva-Datei anzulegen und darin auf verschiedenen Seiten dein Header-Bild, deine Lektions-Grafiken usw. zu gestalten. Wenn du etwas in Canva änderst, aktualisierst du es mit einem Klick auch in Teachery. Das macht es super einfach, den Kurs visuell einheitlich zu gestalten – ohne ständig Bilder exportieren und neu hochladen zu müssen.

Ich gebe zu, mein Gehirn funktioniert andersrum: Ich lege die Canva-Dateien nach Formaten an, also z. B. alle Titelbilder aller Kurse in einer Datei. Aber auch so rum konnte ich den Canva-Import gut nutzen! Du kannst übrigens auch Videos auf Canva hosten, was ich bis jetzt gar nicht wusste. Und: Teachery stellt ein eigenes Design-Kit mit Vorlagen in Canva bereit!

Teachery-Erfahrungen Header-Bilder in Canva
Meine Header-Bilder für Teachery in einer Canva-Datei

Was Teachery (noch) nicht kann - 3 potenzielle Nachteile

Kein Tool ist perfekt, und ich finde es wichtig, hier transparent zu sein. Was Teachery selbst übrigens auch ist – indem sie schon vor dem Kauf und öffentlich kommunizieren, was ich dir hier aufgelistet habe:

1. Kein eingebautes Video-Hosting

Du kannst mp4-Dateien nicht direkt in Teachery hochladen. Das stört mich persönlich null, weil ich schon immer Vimeo für das Video-Hosting nutze und dort viel mehr Möglichkeiten habe als bei einem in die Plattform eingebauten Player. Aber wenn du eine All-in-one-Lösung suchst, bei der du Videos direkt in die Plattform laden kannst, ist Teachery eher nicht das Richtige für dich.

2. (Noch) kein Feed oder Chat

Teachery hat aktuell noch keine Community-Funktionen (wie einen News-Feed mit Postings und Kommentaren oder einen Chat) – aber es für 2027 angekündigt. Für mich ist das total okay: Diese Funktionen wurden bei MightyNetworks von meinen Kund*innen zuletzt nicht mehr stark genutzt. Und auch bei anderen Anbieter*innen bekomme ich mit, dass eine gewisse “Online-Müdigkeit” eingesetzt hat. 😇

Als Workaround habe ich eine “(Aus-)Tausch-Börse” als eigenen Kurs direkt in Teachery eingerichtet: Eine Art Forum mit Kommentaren (umgesetzt mit meinem Disqus-Account) und Kategorien wie „Ich biete“, „Ich suche“, „Ich frage mich“, „Ich teile“ und „Ich feiere“ – mit kostenlosem Zugang für alle Kund*innen. Das ist übersichtlicher und konstanter als ein Feed, in dem alles chronologisch gereiht ist und damit irgendwann untergeht.

Teachery-Erfahrungen Client Community
Meine simple Client Community als eigener Kurs - mit Forum-Kategorien als Lektionen und Kommentaren mit Disqus

 

3. Zahlungsabwicklung derzeit nur über Stripe

Man kann digitale Produkte direkt über Teachery verkaufen – sogar mit Rabattcodes, Upsells, Bundles und allem drum und dran. Aber die Zahlungsabwicklung läuft aktuell nur über Stripe. Und Stripe erstellt meines Wissens nicht automatisch die Rechnungen und kümmert sich um die Umsatzsteuer – so wie Digistore24 das als Reseller tut.

Deswegen nutze ich weiterhin Digistore24 für die Zahlungen und habe es über Zapier mit MailerLite* (für begleitende E-Mails zum Kurs) und Teachery* (für den Kurs-Zugang) verbunden. Das kannst du vermutlich auch mit deinem Zahlungsanbieter tun, wenn es eine Integration für Zapier dafür gibt – und ist bei “2-Step-Zaps” wie meinen sogar mit einem kostenlosen Zapier-Account möglich! 

Teachery-Erfahrungen Zaps für Teachery, MailerLite und Digistore24

Für wen passt Teachery als Kursplattform am besten?

Meiner Meinung nach für Solo-Selbstständige und kleine Teams, die eine unkomplizierte, nutzer*innenfreundliche und bezahlbare Kursplattform suchen – und die Video-Hosting und Zahlungsabwicklung schon anderweitig lösen.

Wenn du dagegen eine komplette All-in-one-Plattform brauchst, die auch E-Mail-Marketing und Zahlungsabwicklung abdeckt, bist du bei anderen Anbietern vermutlich besser aufgehoben.

3 Vimeo-Tipps für deine Kursvideos in Teachery

Wie erwähnt hoste ich meine Videos (Kurslektionen, Workshops, Gruppencalls, Coaching-Aufzeichnungen, Testimonials…) schon immer bei Vimeo. Wenn du deine Kurs-Videos umziehst oder generell mit Video-Content arbeitest, habe ich dazu noch ein paar Tipps für dich:

 

1. Videos ersetzen statt neu hochladen

Wusstest du, dass du bei Vimeo ein bereits hochgeladenes Video replacen – also mit einer neuen Video-Datei an gleicher Stelle ersetzen – kannst? Der Link und alle Einbettungen bleiben erhalten, aber die Video-Datei wird aktualisiert

Ich habe meine Kundenmagnet-Videos z. B. alle zwei bis drei Jahre neu aufgenommen, weil ich Inhalte aktualisiert habe. Mit der Replace-Funktion musste ich dann nicht immer überall die Links und Einbettungen austauschen. Die neue Version erscheint automatisch überall dort, wo das Video eingebettet war! Hier findest du die Anleitung dazu. 🙏🏼

 

2. Inhaltsbewertung nicht vergessen!

In letzter Zeit habe ich einige Rückmeldungen bekommen, dass bestimmte Videos nicht aufgerufen bzw. nicht ohne Login angesehen werden konnten. Beim Umzug habe ich dann festgestellt: Vimeo verlangt mittlerweile für alle Videos eine Inhaltsbewertung (Content Rating). Für Zuseher*innen in der EU und UK ist das Pflicht – sonst müssen sie sich einloggen oder mit einem Personalausweis verifizieren, um das Video überhaupt ansehen zu können!

Die Bewertung ist schnell gemacht (ab 18 oder nicht, mit KI erstellt oder nicht, enthält das Video Werbung, solche Dinge). Und es gibt eine Funktion, mit der du die Bewertung mit nur einem Klick nachträglich für alle bereits hochgeladenen Videos einstellen kannst. Mach das also unbedingt (am besten sofort), wenn du Vimeo für deine Business-Videos nutzt!

 

3. Vimeo als günstiges Video-Hosting

Ich habe über 900 Videos bei Vimeo online, die meisten davon ungelistet (also privat – nur Personen mit dem Link oder der Einbettung können sie sehen, z. B. geschützt im Kursbereich). Öffentlich sind bei mir nur die Kund*innenstimmen-Videos und Webinare.

Für 2 TB Speicherplatz bezahlst du aktuell nur 96 Euro pro Jahr. Ich lösche deswegen gerade fast alle Videos von meiner Festplatte, weil sie sowieso in Vimeo gespeichert sind – und falls ich sie doch mal als Datei brauche, kann ich sie von Vimeo jederzeit mit einem Klick wieder herunterladen.

Und: Die Videos kann ich so viel leichter mit Kund*innen teilen, z. B. bei 1:1-Coachings – einfach den privaten Link verschicken oder in unser geteiltes Coaching-Dokument kopieren. Jetzt haben alle Coaching-Kund*innen sogar einen eigenen Vimeo-Ordner bei mir, in dem alle ihre Aufzeichnungen übersichtlich gesammelt sind! 🤓

Sichtbar gemacht: Die Evolution meiner Angebote und Arbeit

Vielleicht kennst du das: Du hast 2019 etwas erstellt, und wenn du heute daran denkst, denkst du nur „Oh nein…“. Die Folien von Blog-Gold sind z. B. schweinchenrosa, weil das damals mein Branding war. Wie ich auftrete und spreche, ist auch ganz anders als heute. Teilweise ist sogar noch toxisches Marketing mit drin, das ich aber als Text unter dem Video eingeordnet habe. 🙈

Aber als ich mir beim Umzug wirklich alles durchgeschaut habe, dachte ich in den allermeisten Fällen: Hey, eigentlich würde ich das heute fast genauso wieder aufnehmen. Mit einigen Aktualisierungen, klar. Aber im Kern? Ist es richtig gut. Und das war schön, mich so wieder neu in mein Angebot zu verlieben. ❤️

Was außerdem noch schön war: Dadurch, dass ich hunderte Videos aus den letzten 8+ Jahren sortiert habe, habe ich auch die Evolution meiner Arbeit gesehen. Von meinem Marketing-Webinar „Magnetisches Marketing in 3 Schritten“ gibt es z. B. drei Aufzeichnungen von 2019, dann von 2020, 2022 und dann die aktuelle Version:

Marketing-Webinare von Lilli Koisser
Die 6 Iterationen meines Marketing-Webinars

Mein Jahresplanung-Workshop, aus dem später der Jahresplanung-Adventskalender, mein komplettes System für die Business-Planung und dann mein Gruppenprogramm “Business Bloom” entstanden sind, hat auch mal als kleines kostenloses Webinar begonnen:

Jahresplanung-Webinar von Lilli Koisser
Die erste Version meines Jahresplanung-Workshops

Oder: Die “Vorher-Version” meiner kostenlosen Keyword-Challenge “Keywords finden leicht gemacht” bestand aus extrem unterbelichteten Videos und Locken, die etwas Feuchtigkeit vertragen könnten! 🤣 Die v2 und die “Nachher-Version” der Challenge sehen doch schon viel besser aus, oder?

Kostenlose Keyword-Challenge von Lilli Koisser
Die Evolution meiner kostenlosen Keyword-Challenge

Das ist ziemlich cool – wenn man sieht, wie etwas angefangen hat und wo es heute steht

Und ist auch eine gute Erinnerung:

Du darfst mit einer ersten Version anfangen.

In dem Wissen, dass es sich weiterentwickelt und immer besser wird. (Und in meinem Fall auch immer länger.) 🤪

Außerdem habe ich durch den Umzug zum ersten Mal überblickt, dass ich schon über 220 Einzel- und 250+ Gruppen-Calls (Gruppencoaching, Q&A, Coworking, Mastermind-Calls, Workshops, Masterclasses…) gehalten habe – Gastexpert*innen und -Coaches NICHT mitgerechnet. 😱

Was wie nervige Admin-Arbeit klingt, kann also ein kreativer und auch motivierender Prozess sein – und dich daran erinnern, wie viel du eigentlich schon geschaffen und geschafft hast. 🥰

Meine Teachery-Setups live und in Farbe ansehen?

Wenn du dir das jetzt mal in freier Wildbahn anschauen möchtest: Vielleicht bist du ja schon in einem meiner Kurse oder Produkte. Dann logge dich gerne mal bei Teachery* ein – du solltest alle Login-Daten per E-Mail von Teachery bekommen haben. Falls nicht, melde dich jederzeit bei mir!

Wenn du noch nicht dabei bist: Mein Signature-Kurs Deine Website als Kundenmagnet begleitet dich dabei, dir eine Onlinepräsenz aufzubauen, die langfristig und nachhaltig die richtigen Kund*innen anzieht – Schritt für Schritt, nach deinen Vorlieben und Kapazitäten und OHNE Social-Media-Dauerpräsenz. 🧲

Und die Blog-Blüte hilft dir, strategische Blogartikel zu schreiben, die bei Google gefunden werden, deine Expertise und Persönlichkeit dauerhaft zeigen und das “Ja, mit DIR will ich arbeiten!”-Gefühl auslösen. 🌺

 

Was sind deine Erfahrungen mit Teachery und anderen Kursplattformen?

Bist du schon mal umgezogen – oder überlegst gerade, den Schritt zu wagen? Schreib mir gerne in den Kommentaren oder antworte auf diesen Artikel per Mail. Ich bin neugierig und freu mich, von dir zu hören! 🤗

* Werbung / Affiliate-Link / Empfehlung aus Überzeugung ❤️

 

Hinterlasse deinen Kommentar:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert